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1500 Gegenstände und 3000 Dokumente lagern im Archiv
1500 Gegenstände und 3000  Dokumente lagern im Archiv Affoltern:

In den Räumen der Zivilschutzanlage ist ein milchwirtschaftliches Archiv eingerichtet. An der Gewerbeausstellung konnten alte Gerätschaften besichtigt werden.

 

Wie Werner Oesch vom Betreuerteam des milchwirtschaftlichen Archivs erklärte, suchte man nach der Schliessung der Molkereischule in Zollikofen für das dortige Archiv mit vielen Gegenständen aus der Geschichte der Käseherstellung ein neues Zuhause. Durch glückliche Umstände sei man damals auf die Räume in der Zivilschutzanlage in Affoltern gestossen. Nicht weniger als 1500 Gegenstände und 3000 Dokumente hätten in Affoltern ein Zuhause gefunden. Wie Werner Oesch betonte, ist die Sammlung in Affoltern nicht als Ausstellung aufgebaut, sondern bloss das Archiv des milchwirtschaftlichen Museums in Kiesen. Es wird die Geschichte der Talkäsereien dokumentiert, welche 1815 in Kiesen ihren Anfang nahm.

Geräte wurden restauriert

Doch auch in Affoltern lohnt sich ein Rundgang. Viele der historischen Gerätschaften wurden durch die Mitglieder der Archivgruppe restauriert und zum Funktionieren gebracht. Zu sehen sind zum Beispiel viele unterschiedliche Typen von Zentrifugen, vom Modell mit Handbetrieb über die Dampfmaschine bis hin zum mittels Transmission angetriebenen Modell. Auch die Butterherstellung mit verschiedenen Geräten ist anhand von Exponaten festgehalten. Es lagern auch viel feinere Gegenstände wie Analysegeräte oder Mikroskope, welche zur Arbeit im Labor benötigt wurden. Das Einwägen der Milch mit den verschiedenen, teils recht komplizierten Modellen kann verfolgt werden. Auch wird die Geschichte des Käseexportes gezeigt. So sind die hölzernen Kisten, in welchen die grossen Käse auf ihre lange Reise geschickt wurden, zu sehen. Dies natürlich mit allen Geräten, welche zum Versand benötigt wurden, wie den grossen Brandstempeln, die zur ordnungsgemässen Beschriftung benutzt wurden. 

Führungen im Archiv

Es lagern in den vielen Schubladen aber auch viele Papiere und Beschreibungen aus dem früheren Schulbetrieb der Molkereischule Rütti in Zollikofen. Die Gruppe, welche das Archiv betreut, steht interessierten Leuten mit der nötigen Literatur zur Seite, wenn jemand etwas Geschichtliches aus diesem Fachbereich sucht. So habe man auch schon ausgeholfen, wenn jemand eine grössere Arbeit zu diesem Thema verfassen wollte, erklärte Werner Oesch. 

Das Archiv ist zwar nicht öffentlich, doch machen die Mitglieder des Betreuerteams Führungen. Auch werden Exponate gegen ein Entgelt ausgeliehen, sei es für Ausstellungen oder zur Dekoration bei Anlässen.

Gewerbe präsentierte seine Produkte und Angebote

Auch wenn Affoltern nicht sehr gross ist, die Gewerbeausstellung konnte sich durchaus sehen lassen. So ­präsentierten sich am vergangenen Wochenende unter dem Motto «Lueg zum Gwärb» rund 50 Aussteller mit ihren Produkten und Angeboten. Viele grosse Maschinen und Traktoren liessen nicht bloss Kinderaugen ­staunen. Auch Dienstleister wie die Spitex präsentieren sich und zeigten, was alles zu ihrem Angebot gehört. Die örtlichen Landschaftsgärtner hatten Anlagen aufgebaut, um ihr Können zu zeigen. Die Feuerwehr bot mit der Auto-Drehleiter die Möglichkeit, Affoltern und Umgebung einmal von ganz weit oben zu bestaunen.
In diversen Beizlis bestand die Möglichkeit sich zu verpflegen und gemütlich beisammenzusitzen. Auch für die musikalische Unterhaltung war ­gesorgt.

Da gleichzeitig mit der Gewerbeausstellung bei der Schaukäserei Affoltern der «Öpfumärit» stattfand, zirkulierten Pferdekutschen zwischen den beiden Festgeländen.

 

Vielseitiger «Öpfumärit»

Der «Öpfumärit» bei der Schaukäserei Affoltern ist für viele Gäste längst zur Tradition geworden. Der Apfelsaft konnte direkt ab der Presse genossen werden. Der Märit mit rund 30 Ständen bot ein vielfältiges Angebot, welches von Gestricktem bis hin zu Gegenständen aus Beton, Holz oder Glas reichte. Natürlich durften auch die «Öpfuchüechli» nicht fehlen, sie dufteten schon von weitem. Das Team der Bäckerei verwendete dazu über 200 Kilogramm Äpfel.


 

11.10.2018 :: Elisabeth Uecker
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