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Aeschbacher eine Klasse für sich
Aeschbacher eine Klasse für sich Schwingen:

Ein überlegener Festsieger und insgesamt sechs Kranzgewinne, dies die Bilanz der Emmentaler am Oberaargauischen in Schwarzenbach.

Matthias Aeschbacher heisst der verdiente Sieger vom diesjährigen Oberaargauischen Schwingfest in Schwarzenbach. Der Emmentaler gewann all seine sechs Gänge souverän. Im Schlussgang vor über 5000 Zuschauern setzte sich der 26-Jährige aus Rüegsauschachen nach etwas mehr als zwei Minuten, mittels Innerem Hacken,  gegen den ausgewanderten Oberaargauer Marcel Kropf aus Mümliswil durch. Für Aeschbacher ist es nach dem Mittelländischen bereits der zweite Vollerfolg in dieser Saison.


Nur fünf Eidgenossen am Start

Ohne königliche Beteiligung und ohne den Unspunnensieger Christian Stucki. Eine solche Ausgangslage gab es bei einem bernischen Gauverbandsfest schon lange nicht mehr. Vor mehr als zwei Jahren, anlässlich des Mittelländischen in Oberbalm, kam es letztmals zu dieser Konstellation. Remo Käser nutze damals diese Chance und gewann im Schlussgang gegen Willy Graber. Diese beiden Athleten zählten nun erneut zum Favoritenkreis. Daneben durften sich auch vier Emmentaler berechtigte Hoffnungen auf den Tagessieg machen. Allen vorab Matthias Aeschbacher sowie Thomas Sempach, welche in dieser Saison bereits ein Kranzfestsieg realisierten. Ergänzt wurde das Quartett durch die Eidgenossen Philipp Reusser und Patrick Schenk.


Reusser musste vorzeitig beenden

Aeschbacher startete zum Auftakt mit dem Sieg über Willy Graber fulminant. Sempach musste trotz animiertem Gang einen Gestellten hinnehmen. Dasselbe wiederfuhr Reusser, während Schenk sogar als Verlierer vom Platz musste. «Äschbi» zog in der Folge seinen Siegeszug ungebremst fort. Der Ausgang ist bekannt. Ungleich die Situation bei Philipp Reusser, der bereits am Mittag weit zurücklag und den Wettkampf wegen einem «Zwick» im Rücken verletzungsbedingt aufgeben musste.


Gerber mit Paukenschlag 

Für die grösste Schlagzeile war jedoch ein anderer Emmentaler besorgt. Der Röthenbacher Christian Gerber bodigte vor der Halbzeitpause alle seine Widersacher souverän. Glanzstück der Plattwurf gegen den Lokalmatadoren Remo Käser. Am Ende reichte es dem Röthenbacher zu einem weiteren Spitzenresultat sowie dem verdienten Kranzgewinn. Noch einen Rang besser und somit als zweitbester Emmentaler schloss Fritz Ramseier seinen Wettkampf im vierten Schlussrang ab.


Gebrüder Steffen erneut erfolgreich

Die Brüder Valentin und Gustav Steffen konnten sich – wie am Emmentalischen – erneut in die Kranzränge schwingen. Abgerundet wurde die positive Emmentaler Bilanz von Routinier Thomas Sempach, welcher einen absoluten Spitzenplatz durch die Niederlage im sechsten Gang verpasste.


Vier Emmentaler im Pech 

Knapp vorbei, ist auch daneben. Mit dieser Gewissheit mussten mit Patrick Schenk, Niklaus Wüthrich, Dominik Gasser und Adrian Gäggeler vier Emmentaler die Heimreise ohne Eichenlaub antreten. Besonders bitter für Dominik Gasser. Sein beherzter Zweikampf im sechsten Gang hätte durchaus die Note 9.00 verdient. Es wäre für den aufstrebenden Eggiwiler der erste Kranzgewinn überhaupt gewesen.

24.05.2018 :: René Willener
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