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Afrikanische Leichtigkeit statt Feuerwerk
Afrikanische Leichtigkeit statt Feuerwerk Grosshöchstetten:

«Amagong» überzeugt mit afrikanischen Klängen und präzisen Rhythmen. Die geographische Distanz zwischen den Bandmitgliedern schafft aber auch Schwierigkeiten.



Am 31. Juli war in Grosshöchstetten nicht nur der Knall von Feuerwerk zu hören. Die Band «Amagong» teilte in der Mühle Caci mit Leidenschaft und vielen spontanen Solos ihre Musik mit den Zuhörern. Die Gruppe besteht aus Musikern aus der Schweiz und aus Burkina Faso, Westafrika. Mit speziellen Instrumenten wie dem chromatischen Balafon, dessen Klang mal an ein Xylophon, mal an eine Art Klavier erinnert, einem E-Cello, vielen Trommeln und anderen Perkussionsinstrumenten brachte die Gruppe afrikanisches Flair in Cacis Mühle. Ergänzt durch E-Gitarre und Schlagzeug schaffte es «Amagong» im Nu, die Zuhörer zum Tanzen zu animieren. Gesungen wurde grösstenteils auf Jula, einer westafrikanischen Sprache. Verstehen musste man als Zuhörer die Texte nicht, um sich von der Energie der Band anstecken zu lassen. 

So locker wie während des Konzertes geht es für «Amagong» aber nicht immer zu und her. Wenn über die Hälfte der Band auf einem anderen Kontinent lebt, bringt das auch Nachteile mit sich: «Wir können nicht kontinuierlich Konzerte geben. Wir müssen die Termine so zusammenkriegen, dass es sich für meine Kollegen überhaupt lohnt in die Schweiz zu fliegen», meint Martin Müller, Gründer der Band. Auch die Proben verlaufen nicht gleich wie bei anderen Musikern: «Skizziert haben wir dieses Programm im November. Um es richtig einzuüben hatten wir nur vierzehn Tage im Frühling zur Verfügung», erzählt Martin Müller weiter. Trotz der grossen Distanz und den dadurch entstehenden Schwierigkeiten schafft es «Amagong» immer wieder, eine mitreissende Darbietung auf die Beine zu stellen. 

Entstanden sei ihre Mischung aus afrikanischen Klängen und europäischen Einflüssen in den Achtzigerjahren, erklärt Martin Müller. Da habe er auf seiner Reise in Burkina Faso den Balafonisten Sibiri Dougoutigui Diabaté getroffen und sei auf Anhieb von dessen Fähigkeiten beeindruckt gewesen.



10.08.2017 :: Jana Wyss
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