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An den eigenen Nerven gescheitert
An den eigenen Nerven gescheitert SCL Tigers:

Nach den kapitalen Heimniederlagen gegen Genf und Kloten verpasst Langnau die Playoffs. Nun geht es darum, so schnell wie möglich den Liga-erhalt zu sichern.

Grosse Enttäuschung für die SCL
Tigers. Die Emmentaler verpassen es trotz äusserst günstiger Ausgangslage, sich nach 2011 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte für die Playoffs in der höchsten Liga zu qualifizieren. Die Mannschaft von Heinz Ehlers war im entscheidenden Moment – einmal mehr – nicht in der Lage, den grossen Wurf zu landen. Die kapitalen Heimpartien gegen Servette (1:3) und Kloten (3:5) gingen verloren, womit das Verpassen der Playoffs – und der Fall in die Platzierungsrunde – bereits eine Runde vor Ende der Qualifikationsphase besiegelt war. Verteidiger Philippe Seydoux brachte das Langnauer Scheitern im SRF ziemlich genau auf den Punkt: «Statt vielleicht auch mal eine Strafe zu kassieren und mehr Wille zu zeigen als der Gegner, hatten wir zum Teil fast schon Angst. Wir haben den Puck nicht gewollt und wir waren nicht vor dem Tor, vor allem im Powerplay. Es tut verdammt weh, wenn du dich für die zwei wichtigsten Spiele nicht mehr pushen kannst.»

 

Steigerungslauf ohne Glück

Wozu die SCL Tigers in der Lage sein können, haben sie in den 50 Partien der eben abgelaufenen «Regular Season» mehrfach eindrücklich bewiesen. Nach fünf Niederlagen zum Saisonstart hat sich die Mannschaft stetig gesteigert. Sie bot ihren Fans häufig begeisterndes Eishockey, phasenweise sogar mit überragenden Leistungen. Aber eben nicht dann, als es drauf ankam. Als es um alles oder nichts ging. So wie in den beiden Heimspielen gegen Servette und Kloten. Gewiss hatten die Tigers in jenen Partien das Glück nicht auf ihrer Seite. Der eine oder andere Puck, welcher am Pfosten abprallte, hätte durchaus auch im Tor landen können. Über 50 Runden gesehen darf dies aber nicht für das Verpassen des grossen Ziels verantwortlich gemacht werden.

Viel mehr scheiterten die Langnauer letztlich an den eigenen Nerven. Am offensichtlichsten wurde dies im Powerplay – dem ohnehin schon grossen Schwachpunkt – welches im entscheidenden Moment gar einen neuen Tiefpunkt erreichte.

 

Liga-Erhalt, so schnell wie möglich

So bitter der Ausgang einer alles in allem guten Qualifikationsphase für die SCL Tigers auch ist, für grosse Enttäuschung bleibt keine Zeit. Ab übermorgen Samstag (Heimspiel gegen Lausanne) geht es darum, das Minimalziel Liga-Erhalt sicherzustellen. In sechs Partien – je zwei Mal gegen Lausanne, Ambri und Kloten – muss der Vorsprung auf Rang elf (aktuell zehn Punkte) verteidigt werden. Die Ausgangslage ist damit ähnlich wie im Vorjahr, als die Langnauer nach der Qualifikation elf Punkte Vorsprung auf das elftplatzierte Freiburg hatten und den Liga-Erhalt in der Platzierungsrunde anschliessend problemlos schafften.

 

08.03.2018 :: Christoph Schär
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