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«Da halfen auch meine zwei Tore nichts, wir hätten mehr gekonnt»
«Da halfen auch meine zwei Tore nichts, wir hätten mehr gekonnt» Olympische Spiele:

Die Schweizer Nationalmannschaft reiste mit einem Ziel nach Pyeongchang: sie wollte eine Medaille. Daraus wurde nichts, im Achtelfinal war Endstation.

Der Schlosswiler Simon Moser war mit der Hockey-Nationalmannschaft mit dabei an den Olympischen Spielen in Pyeongchang.

 

Simon Moser, seit Anfang Woche sind Sie zurück aus Südkorea und haben bereits wieder die ersten Trainings mit dem SCB hinter sich, wie war Olympia rückblickend?


Es war auf jeden Fall eine Riesen-Erfahrung. Auch wenn es für uns aus sportlicher Sicht nicht so geklappt hat, wie gewünscht. Klar sind wir als Mannschaft enttäuscht und klar bin ich aus persönlicher Sicht enttäuscht. Aber das ganze Drumherum war auf jeden Fall eine Super-Erfahrung.

 

Die Schweizer Nati wollte eine Medaille und trat vor den Spielen auch ziemlich siegessicher auf, war das eine Fehleinschätzung? 


Nein, keineswegs, wenn man an Olympische Spiele darf, will man gewinnen. Und die Einstellung muss man als Mannschaft haben, sonst wäre man fehl am Platz. Klar hätten wir mehr gekonnt, aber in dem Moment hat das nicht geklappt. Auch da sind wir Profi genug, die Enttäuschung zwar wahrzunehmen, aber wenn man dann weitere Spiele hat, muss man das wegstecken und sich auf das nächste konzentrieren. 

 

Sie haben immerhin zwei Ehrentore geschossen. Hilft das persönlich über die Enttäuschung des ganzen Turniers hinweg?


Nein, überhaupt nicht. Es zählt ja nicht eine Einzelleistung, sondern die der ganzen Mannschaft. Und da hätte ich auch noch mehr leisten müssen. Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen, deshalb bin ich nicht mehr oder weniger stolz auf die Tore, die ich geschossen habe.

 

Für Sie waren es nach Sotschi bereits die zweiten Olympischen Spiele. Im 2014 waren auch die NHL-Spieler dabei, heuer nicht. Gab es aus ­spielerischer Sicht einen grossen ­Unterschied?


Das ist schwierig zu sagen. Die Mannschaften waren sicher nicht so gut, wie wenn die NHL-Spieler dabei gewesen wären. Das Turnier war  vom Niveau her wohl eher mit einer Weltmeisterschaft zu vergleichen.

 

Einige ihrer SCB-Kollegen, die Kanadier Mason Raymond, Andrew Ebbett und Maxim Noreau kehren mit der Bronze Medaille zurück. Wie sind ihreGefühle diesbezüglich? 


Ich mag den Erfolg und die Medaillen meinen Kollegen von Herzen gönnen. Sie haben gut gespielt und sie haben sich die Medaillen verdient. Jetzt sind wir wieder im gleichen Team und spielen somit wieder an der gleichen Front, ohne Probleme bezüglich olympischer Medaillen.

 

Sie erwähnen es, die Saison geht weiter. Würden Sie sich freuen, mit dem SCB während den Playoffs auf die ­Tigers zu treffen?


Wir befinden uns in der Schlussphase der Qualis. Es wäre verfehlt, eine
Prognose oder gar einen Wunsch anzugeben, gegen wen ich persönlich am liebsten antreten würde. Wir werden in den letzten drei Spielen noch alles geben und dann werden die Punkte entscheiden, wer gegen wen antritt.



01.03.2018 :: Olivia Portmann
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