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Den eigenen Weg finden und gehen
Den eigenen Weg finden und gehen Schüpfheim:

An der diesjährigen Bäuerinnen-Fachtagung im BBZN Schüpfheim erfuhren die rund 30 Teilnehmerinnen auch Überraschendes zum Thema Wertschöpfungsstrategien.

«Für mich heisst Wertschöpfung, das Beste aus allem zu machen, was die Natur hergibt und dabei zufrieden zu sein.» – «Zeit und Raum mit ähnlich denkenden Menschen zu verbringen, daraus kann man viel schöpfen.» Zwei Aussagen von Bäuerinnen, die zum Start der Tagung aufzeigten, dass es nebst der wirtschaftlichen Wertschöpfung im Sinne einer materiellen Wertsteigerung auch eine ideelle Wertschöpfung gibt – die Steigerung von Lebensqualität. Im Verlauf des Tages erfuhren die Frauen, dass die beste Wertschöpfung erreicht wird, wenn eine Tätigkeit beides bringt. Den individuellen Weg dazu muss jede Bäuerin selber suchen. Quirlig und humorvoll brachte Coach Marcel Bäni den Bäuerinnen die Theorie zur Motivation näher. Er erklärte, dass jeder seine Verhaltensmuster ändern und sich umprogrammieren könne. Aus zwei Gründen werde eine Ver-änderung an-gepackt: Entweder man habe ein fan-tastisches Ziel oder es schmerze. Alle Phasen dazwischen würden meist mit Jammern ausgehalten. 

Eigene Strategien entwickelt

Am Nachmittag zeigten vier Bäuerinnen auf, wie sie ihre eigene Strategie entwickelt und umgesetzt haben. Beeindruckend, wie zufrieden und begeistert alle vier von ihrem persönlichen Weg erzählten. Jasmin Bieri von Diegten sieht ihren Mehrwert darin, die auf dem Hof geernteten Produkte den Kunden direkt zu verkaufen, weshalb sie wöchentlich hinter dem Marktstand auf dem Genussmarkt in Liestal steht. 

Die gelernte Hotelfachfrau Karin Wechsler hat während 20 Jahren erfolgreich Agrotourismusangebote auf ihrem Betrieb in Neuenkirch angeboten und ist nun als Agrotourismus--Coach tätig. 

Nicole Waldisbühl ist seit 2015 als Friedensrichterin für den Gerichtsbezirk Hochdorf zuständig. Nebst dem als Betriebsgemeinschaft geführten Hof in Eschenbach hat sie mit ihrem Mann eine Firma aufgebaut. 

Todmüde, aber zufrieden

Salome Wieland hat mit ihrem Mann vor zwei Jahren in Röthenbach ausserfamiliär einen Betrieb übernommen. Mit Hofladen, Gästebewirtung, betreutem Wohnen und acht Tagesstrukturplätzen falle sie abends um acht zwar todmüde, doch total zufrieden ins Bett. Denn sie habe ihren Traum verwirklicht und ihre Familie könne davon leben. 

Alle Teilnehmerinnen nahmen das Fazit nach Hause: Wenn man mit Freude und Herz dabei ist, motiviert den eigenen Weg geht, kann alles funktionieren, weshalb jede das machen sollte, was für sie passt und stimmt. 

07.02.2019 :: Sandra Steffen-Odermatt
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