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Die 300-jährige Linde muss weichen
Die 300-jährige Linde muss weichen Niederhünigen:

Die Sommerlinde mitten auf der Kreuzung stellt das Herzstück des Dorfes dar. Nun wird der 300-jährige Baum zu einem Sicherheitsrisiko. Seine Tage sind gezählt.

Wie alt die Dorflinde in Niederhünigen genau ist, konnte Gemeinderat Kurt Kuhn an der Gemeindeversammlung vom Montag nicht sagen. «Aber sie ist sicher etwa 300-jährig», beantwortete er eine Frage aus der Versammlung. Jedenfalls habe sie ihre Lebenszeit nun erreicht. In den letzten Jahren haben Fachleute den Baum mehrmals geschnitten und bereits Sicherungen angebracht. Nun sei kein Zuwachs mehr ersichtlich, der Baum entledige sich allmählich  seiner Baumkrone. Das könnte gefährlich werden. «Die ausladenden hohlen Kronenteile stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar» erläuterte Kuhn. Nun müsse die Linde etwas Neuem Platz machen. «Etwas Neues» heisst: Es soll dort wieder eine Linde gepflanzt werden, aber um einige Meter versetzt. Die Strasse soll im Kreuzungsbereich verkleinert werden, so dass ein klares Verkehrsregime entsteht. «Es gibt immer wieder Verkehrsteilnehmer, die nicht wissen, ob sie beim Abzweigen links oder rechts der Linde durchfahren sollen. Wir sind froh, dass es bis jetzt nie zu gravierenden Unfällen kam», so Kuhn.

Gleichzeitig mit der Neugestaltung der Kreuzung soll auch die Strassenentwässerung der Kalchofenstrasse  – von der Linde bis zur Ausweichstelle der Liegenschaft Hans Graf – saniert werden. Die 62 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung waren sich mit dem Gemeinderat einig. Sie bewilligten für das Vorhaben einstimmig einen Kredit von 375’000 Franken. 

Ein paar schlechte Jahre erträgts

«Ein paar schlechte Jahre können wir noch ertragen», sagte Gemeindepräsident Walter Hostettler. Dies aber nur, weil Niederhünigen über einen relativ hohen Bilanzüberschuss (Eigenkapital) verfüge. Das Jahr 2017 wird noch von einem Buchgewinn positiv beeinflusst. Ab nächstem Jahr werden – laut Finanzplan 2017 bis 2022 – die Rechnungsabschlüsse im allgemeinen Haushalt negativ abschliessen. 

Das Budget 2018, basierend auf einer unveränderten Steueranlage von 1,7 Einheiten, erläuterte Gemeindeschreiberin Elisabeth Neuenschwander. Bei einem Gesamtaufwand von rund 2,6 Millionen Franken resultiert ein Aufwandüberschuss von 192’800 Franken. 36’200 Franken davon entfallen auf die gebührenfinanzierten Konten Wasserversorgung sowie  Abwasser- und Abfallent-sorgung.

Infolge Demission von Christoph Messerli wählte die Gemeindeversammlung Roland Mathys in den Gemeinderat. 

 

07.12.2017 :: Jakob Hofstetter
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