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Die Buchbloggerin Manuela Hofstätter mit «Lesefieber» auf Tour
Die Buchbloggerin Manuela Hofstätter mit «Lesefieber» auf Tour Escholzmatt:

Auf ihrer Lesefieber-
Buchblog-Tour gibt Manuela Hofstätter Tipps zu traurigen, lustigen, komischen und geheimnisvollen Büchern voller Überraschungen. 



Seit zehn Jahren betreibt die gelernte Buchhändlerin Manuela Hofstätter einen Buchblog. Letzte Woche war sie mit «Lesefieber.ch» auf Tour in der Bibliothek Escholzmatt. Nach der besinnlichen  Einstimmung durch Sängerin Sara Krummenacher von der Kanti Schüpfheim stellte die Bloggerin die zwölf mitgebrachten, ganz unterschiedlichen Bücher vor. Alle verbargen sie etwas Überraschendes und Unerwartetes zwischen den Buchdeckeln. Dazwischen verriet Manuela Hofstätter immer wieder Persönliches aus ihrem Leben und dem der Autoren.   

Persönlicher Kontakt zu den Autoren

Als erstes stellte sie das kürzlich erschienene Erstlingswerk von Tabea Steiner, der Organisatorin des Literaturfestivals Thun, vor. Manuela Hof-
stätter, die in Einigen am Thunersee lebt und  selbst zweifache Mutter ist,  kennt die junge Autorin persönlich. Deren tiefschürfender Roman «Balg» über eine werdende Mutter und einen jungen Vater hat sie beeindruckt. Grosse Pläne hatten diese Eltern mit ihrem ersten Kind Timon. Doch das Schicksal wollte es anders und so war die überforderte Mutter bald mit «Balg» Timon allein. 

«Man kann über die tragischen Szenen weinen oder sich an den komischen totlachen.» Das sagt Manuela Hofstätter zum Roman «Der letzte meiner Art», in dem Lukas Linder die  Geschichte des glücklosen Alfred von Ärmel erzählt, dem Spross einer Tochter aus alter Adelsdynastie und einem armen Büezer-Sohn.

Überraschendes, beinahe Surreales erlebt der verschrobener Londoner Buchhändler John in Sarah Perrys Roman «Nach mir die Flut». Was dahinter steckt, verriet Manuela Hofstätter aber nicht. Die Hintergründe der Leichen im Keller einer Irischen Familiengeschichte von Norton Graham gab sie ebenfalls nicht preis. Man könne das ja lesen.

Stolz auf die Schweizer Ermittler

Todesfälle gibt es auch im hochbrisanten, historisch gut recherchierten Thriller «Die Spur des Geldes» von Manuelas Lieblings-Krimiautor Peter Beck und seinem  Ermittler Tom Winter. Die Bloggerin freute sich an den spektakulären Action-Szenen dieses «Schweizer James Bond» und war stolz, dass das Labor Spiez zur Aufklärung des Verbrechens beitrug.
Die blinde Mafalda im Roman «In der Nacht hör’ ich die Sterne» von der an einer schweren Augenkrankheit leidenden Autorin Paola Peretti berührte die Bloggerin so sehr, dass sie für ihr Publikum süsse Sterne backte, die man beim Essen hören konnte.

Das Besondere zwischen Buchdeckeln

Der Lesefieberabend schloss mit einem Roman von Amélie Nothomb. Die schrieb aus Ärger über Liebesromane, die in der Literatur kein glückliches Ende nehmen, mit «Happy End» eine Liebesgeschichte, wo reich und schön, hässlich und arm, obwohl nicht füreinander bestimmt, trotzdem ein gemeinsames Glück finden. Sara Krummenacher trug den passenden Song «The Beauty and the Biest» bei.  Und Manuela Hofstätter hatte es wieder geschafft, «das Besondere zwischen den Buchdeckeln» aufzuzeigen. 

 


11.04.2019 :: Bernadette Waser
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