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Die erste Auktion in der neuen Halle soll im Mai 2019 stattfinden
Die erste Auktion in der neuen Halle soll im Mai 2019 stattfinden Schüpbach:

Viehzüchter und Reiter des oberen Emmentals besichtigten die Reitsporthalle Hübelischachen. Die Platzverhältnisse überzeugten, doch einige Hürden sind zu überspringen.

Die Projektgruppe Markt- und Reitsporthalle Hübelischachen lud die Mitglieder des Markthallen-Verbandes, der Reithallengesellschaft Langnau sowie des oberemmentalischen Reitvereins zu einem Tag der offenen Tür in die Reithalle in Schüpbach ein. Hunderte Viehzüchter und Reiter nutzten die Gelegenheit, um sich vor Ort ein Bild vom Ersatzstandort für die Markt- und die Reithalle in Langnau zu machen. Etliche Besucher erklärten sich spontan bereit, Aktien für die Anlage zu zeichnen.

Einmalige Chance

Die Gebrüder Ernst und Ulrich Kühni haben die leerstehende Anlage erworben. Ernst Kühni ist überzeugt, dass sich an diesem Standort für die Region eine einmalige Chance bietet, ein nachhaltiges Projekt mit Mehrfachnutzung, grosser Wertschöpfung und erheblichem Entwicklungspotenzial zu realisieren. «Landwirte und Reitsportler können die Anlage nur zu etwa 20 Prozent ausnutzen. Weitere Nutzungsmöglichkeiten sehen wir zum Beispiel mit der Durchführung von Kleintierschauen, Gewerbeausstellungen, Bauernmärkten oder der Starparade», sagte er und fügte an, dass dagegen Bar- oder Pubfestivals nicht in Frage kämen. Er meinte, dass bei diesem Projekt die Emmentaler wieder einmal zusammenstehen und etwas Zukunftweisendes mit schweizweiter Ausstrahlung realisieren könnten. Die SCL Tigers sowie die Gemeinden Langnau und Signau hätten bereits erhebliche Vorleistungen erbracht.

Tiere besser präsentieren

«Die Halle ist sehr gross, hell und freundlich und wir könnten die Tiere in einem besseren Licht präsentieren», betonte Hansueli Liechti, Präsident des Markthallen-Verbandes Langnau. An monatlichen Nutzviehauktionen und Schlachtviehmärkten würden jährlich rund 1700 Tiere vermarktet und eine Wertschöpfung von etwa vier Millionen Franken generiert. Dazu kämen wöchentliche Kälbermärkte und einmal pro Jahr ein Schaf- und Ziegenmarkt. Die Parkplatzsituation sei wesentlich besser als in Langnau. Investiert werden müsste nur noch in eine Zufahrt und einen Anbau zur Stallung der Kühe an Auktionstagen. Auch die Pferdesportler beurteilen das Projekt positiv.
«Die Reitsporthalle Langnau ist über 80 Jahre alt und baufällig. Der Standort ist auch beim Gewerbe sehr begehrt und die Halle in Schüpbach für unsere Bedürfnisse ideal», führte Beatrice Wüthrich aus, Präsidentin des etwa 160 Mitglieder zählenden oberemmen-
talischen Reitvereins.

Wichtige Hürden stehen noch bevor

Die Projektgruppe beabsichtigt, diesen Sommer eine «Markt- und Reitsporthalle AG» zu gründen. Diese soll dann die Liegenschaft von den Gebrüdern Kühni übernehmen und die laufenden Planungsarbeiten weiterführen. Die Mitglieder des Markthallen-Verbandes, des Reitvereins und der Reithallengesellschaft Langnau müssen diesem Vorhaben vorgängig zustimmen. Im Dezember 2018 wird die Gemeinde Signau und anschliessend der Kanton über die zurzeit aufliegende Überbauungsordnung befinden. Nächsten Winter sollen dann die Zufahrt und der Anbau realisiert werden. «Wir hoffen, dass im Mai 2019 die erste Nutzviehauktion im Hübelischachen durchgeführt werden kann», meinten Ernst Kühni und Hansueli Liechti übereinstimmend.

08.02.2018 :: Walter Marti
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