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Die Hüslers planen und bauen für die nächsten 20 Jahre
Die Hüslers planen und bauen für die nächsten 20 Jahre Heimisbach:

Die Hüsler Bau- und Landmaschinen GmbH will ihren Betrieb erweitern. Weil Land umgezont werden muss, können die Stimmberechtigten dazu Stellung nehmen. 



Der Platz ist schon seit längerer Zeit knapp im und um den Betrieb von Karin und Christian Hüsler im «Brösu» Heimisbach. Für das Auf- und Abladen von Maschinen, Fahrzeugen und Material müssten sie immer wieder die Strasse und den Gehweg benutzen, sagt Karin Hüsler. Zudem sei der Platz in der Werkstatt knapp. «Wenn wir einen grossen Bagger reparieren, ist die Werkstatt praktisch voll.» Auch die Zu- und Wegfahrt sei ungünstig, ständig müsse man aufpassen, nicht im Weg zu stehen. Das alles werde mit der Erweiterung der Werkstatt besser, betont Christian Hüsler. In einer ersten Etappe soll hinter dem bestehenden Gebäude eine Halle von 15 auf 40 Meter für mehrere Arbeitsplätze erstellt werden. Neu wird man rund um den Betrieb herumfahren können. «Die Arbeitsabläufe werden dadurch deutlich vereinfacht», ist der Geschäftsinhaber überzeugt. Auch könnten sie künftig grössere Maschinen zur Reparatur annehmen.

Stimmberechtigte entscheiden

Die Erweiterung der Hüsler Bau- und Landmaschinen GmbH ist Haupttraktandum an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von Trachselwald am 25. April. Dies deshalb, weil eine Umzonung nötig ist. Das Land im Umkreis des Betriebs befindet sich in der Landwirtschaftszone. Es soll in die Dorfzone überführt werden. «Es hat sich gezeigt, dass dies am einfachsten geht mit einer Überbauungsordnung inklusive Baugesuch», erklärt Gemeindeschreiber Niklaus Meister. Nach der Vorprüfung durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) und der öffentlichen Auflage stehe nun der Beschluss an der Gemeindeversammlung an. Einsprachen seien keine eingegangen. Abschliessend werde das AGR die Genehmigung erteilen. 

Planung für die Zukunft

Für Karin und Christian Hüsler bedeutet die Überbauungsordnung, dass sie sich ganz genau überlegen mussten, was sie in den nächsten 15 bis 20 Jahren bauen wollen. «Alles, was in der Überbauungsordnung festgelegt wird, kann nicht mehr geändert werden, seien es die Masse oder die Nutzung», erklärt Karin Hüsler. Dies sei der Grund, weshalb in der Planung zwei Neubauten vorgesehen seien. «In einer ersten Etappe erstellen wir die neue Werkstatt hinter dem bestehenden Gebäude», erklärt Christian Hüsler. Wann die zweite Etappe folge, sei noch völlig offen. «Das ist abhängig vom Geschäftsgang.» Für jede Etappe rechnet er mit Kosten von einer Million Franken.

Die Planung sei herausfordernd gewesen, sagt Karin Hüsler. Erschwerend sei dazugekommen, dass es sich beim Landwirtschaftsland um Fruchtfolgefläche handle. «Das bedeutete, dass wir dieses mit einer gleich grossen Fruchtfolgefläche an einem andern Ort ersetzen mussten.» Es sei nicht ganz einfach gewesen, geeignetes Land zu finden. 

Am Standort festhalten

All diese Erschwernisse hielt die Hüslers nicht davon ab, am Standort Heimisbach festzuhalten. Überlegt hätten sie sich einen Wegzug schon, gestehen die beiden, zumal sie im Bereich Baumaschinen oft im Raum Bern-Burgdorf tätig seien. «Doch uns ist hier wohl und wir fühlen uns der Gemeinde verbunden», betonen die beiden. Zudem gehöre das Land ihnen privat.

Seit der Gründung des Unternehmens 2004 haben Karin und Christian Hüsler den Betrieb bereits mehrmals erweitert, bisher immer innerhalb der Dorfzone. Die Firma beschäftigt 13 Angestellte, davon drei Lernende und fünf Teilzeitmitarbeiter. Am Personalbestand soll sich vorerst nichts ändern.

 



20.04.2017 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
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