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«Eigentlich konnte ich überhaupt nicht gut Schlittschuhlaufen»
«Eigentlich konnte ich überhaupt nicht gut Schlittschuhlaufen» Eiskunstlauf:

Angelina Maurer aus Lützelflüh ist Eiskunstläuferin bei den «Cool Dreams Junior». Dank viel Training und Leidenschaft läuft sie heute auch an internationalen Wettkämpfen.

«Mit anderen zusammen etwas schaffen, im Team weiterkommen und sich mit anderen Teams messen», so beschreibt die fünfzehnjährige Angelina Maurer die Gründe, warum sie so gerne bei den «Cool Dreams» mitmacht. «Cool Dreams» sind die Synchron-Eislaufteams des Eislaufclubs Burgdorf. Seit fünf Jahren gehört auch Angelina Maurer zu ihnen. Dass die ehemalige Kunstturnerin aus Rüegsauschachen den «kühlen Träumen» begegnete, war purer Zufall. Ihr jüngerer Bruder Manuel ging damals ins Eishockeytraining und die «Cool Dreams» übten zur selben Zeit nebenan ihre Figuren. Die damals zehnjährige Schülerin war begeistert: Genau das wollte sie auch machen. Sie lag der Mutter damit so lange in den Ohren, bis diese ihr erlaubte, an einem Schnuppertraining teilzunehmen. 

Spät mit dem Sport begonnen

«Eigentlich konnte ich überhaupt nicht gut Schlittschuhlaufen», erzählt Angelina Maurer. Zudem habe sie verhältnismässig spät mit diesem Sport angefangen. Dies jedoch tat ihrer Freude und Motivation keinen Abbruch. Sie holte sich ein Abzeichen nach dem anderen (ähnliches System wie beim Schwimmen) und übt mittlerweile für die vierthöchste Prüfung «Inter-Silber». Dank ihres Fleisses und einer gehörigen Portion Talent gehört sie seit einem Jahr zu «Cool Dreams Junior» und darf nun zusammen mit den 19 anderen Eisläuferinnen und -läufern an internationalen Wettkämpfen antreten. Ein besonderes Abenteuer für Angelina Maurer war die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada im Jahr 2017. Noch nie war sie ohne Familie so weit weg. 

Training auf Spitzensportniveau

Obwohl Synchroneiskunstlauf eine Randsportart ist, trainieren Angelina Maurer und ihr Team auf Spitzensportniveau. In der Saison kommen sie auf fünf bis sechs Trainingseinheiten pro Woche, die bis zu vier Stunden dauern können. Die Wochenenden sind häufig ausgefüllt mit Trainingstagen oder Wettkämpfen. Im Sommer (Ende April bis Anfangs August) sind es immer noch drei Einheiten, eine davon auf dem Eis. 

Wie schafft eine Neuntklässlerin dieses Pensum, nebst Schule und Hausaufgaben? «Ich muss mich einfach gut organisieren», sagt sie. In der Tat ist ihre Woche durchgetaktet, viel Zeit für andere Hobbys wie Lesen, mit Freunden abmachen oder Zeichnen bleibt nicht. Doch für Angelina Maurer stimmt es so – im Moment jedenfalls. Denn nächsten Sommer beginnt sie das Sozialjahr in einer Kindertagesstätte, um im Anschluss eine Lehre als Fachfrau Betreuung Kinder anzutreten. 

Schweizermeistertitel erobert

«Ob ich neben der Lehre noch Zeit habe, so intensiv zu trainieren, wird sich zeigen». Denn trotz ihrer Liebe zum Sport müssen die Noten stimmen. Dazu kommt, dass mit Synchroneiskunstlaufen kaum Geld zu verdienen ist – im Gegenteil: Die Athletinnen oder deren Eltern müssen fast alles selber berappen. Sponsoren sind ein rares Gut. Nichtsdestotrotz: Angelina Maurer verfolgt nach wie vor sportliche Ziele. Sie will sich für die Weltmeisterschaft im Jahr 2019 qualifizieren, schliesslich findet diese für einmal in der Schweiz statt. Zudem nahm sie am letzten Wochenende an der Schweizermeisterschaft teil. Trotz eines Sturzes eroberten die «Cool Dreams Junior» souverän den Schweizermeistertitel. 

25.01.2018 :: Rebekka Schübpach
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