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Es fehlt ein Spieler mit dem nötigen Spielwitz
SCL-Tigers:

 

So nahe an den Playoffs dran wie heuer waren die Tigers seit der Saison 2010/2011 nicht mehr. Die Enttäuschung ist gross, weil die Emmentaler es in den eigenen Händen gehabt hätten. Der Grund des Scheiterns scheint schnell gefunden und lässt sich auch in Zahlen schwarz auf weiss erklären: das mangelhafte Powerplay. Der Qualifikationserste, SC Bern, hat eine Powerplay-Erfolgsquote von 24,4 Prozent, zweitbeste Powerplay-Mannschaft sind die ZSC Lions mit 23,1 und Ambri an dritter Stelle mit 21,8 Prozent. Die Tigers sind an letzter Stelle  mit 13,6 Prozent. 

Die Powerplay-Quote wird an den erzielten Toren gemessen, erklärt Tigers-Sportchef Jörg Reber. Auch da sucht man ver-gebens nach Tigers-Spielern zu-oberst in der Liste. Dort figurieren die ZSC-Spieler Fredrik Petterson mit 26 Powerplay-Punkten in 45 Spielen, gefolgt vom Verteidiger Patrick Geering mit 24 Punkten. Erfolgreichster Tigers-Powerplay-Spieler der Saison war bisher Antti Erkinjuntti mit elf Punkten in 35 Spielen. 

 

Ein Qualitätsspieler fehlt

Fehlen den Tigers die powerplay-starken Spieler? Sportchef Jörg Reber dementiert: «Ich bin überzeugt, dass wir gute Spieler haben. Ich habe es selber als Spieler erlebt, es gibt Saisons, da funktioniert das Powerplay hervorragend, und dann die nächste Saison, fast mit demselben Team, klappt es einfach nicht.» Reber ist der Meinung, dass es wohl noch andere Gründe für das Scheitern gibt: «Vielleicht fehlte der eine oder andere Qualitätsspieler. Aber ich bin überzeugt, dass wir Spieler haben, die es draufhaben.» Langnaus Spieler haben vor allem das Boxplay drauf, will man der Statistik glauben. Freiburg führt die Tabelle des Boxplays mit einer

83,4 Prozent-Quote, Langnau steht an vierter Stelle mit 82,7 Prozent. Verteidigen scheint einfacher zu sein als Angreifen. Reber dazu: «Für ein erfolgreiches Powerplay braucht es Spieler mit dem gewissen Etwas. Es braucht Spiel-intelligenz und Kaltblütigkeit dazu.» Eben ein Spieler, der im entscheidenden Moment handeln kann, ohne, dass er die Situation vorher auf dem Brett erlernt hätte. Die Frage nach Spielern, die nächste Saison diese Rolle erfüllen könnten, lässt Jörg Reber unbeantwortet.


08.03.2018 :: opk.
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