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Es war eine bittere, schwierige Saison

Die Motorrad-WM 2018 ist Geschichte, genauso wie das Abenteuer MotoGP für Thomas Lüthi. Der langjährige Traum des Emmentalers von der Königsklasse ist Realität geworden – letztlich eine bittere. Auch beim WM-Finale in Valencia bliebt er punktelos, wie in den 17 Grand Prix zuvor. Null Punkte in einer Saison, das hat Lüthi in über 16 Jahren seit dem WM-Debüt im Sommer 2002 (in der 125er Klasse) nie erlebt. Null Punkte heisst auch, dass Lüthi von den Resultaten her der schlechteste von bisher 50 Piloten ist, die seit 2006 in der MotoGP eine Saison als Neuling hinter sich gebracht haben. «Es war eine bittere Saison, eine schwierige», gab er nach seinem letzten GP in der Königsklasse zu.

Dabei war in Valencia die Chance auf den ersten Punkt greifbar. Bei keinem anderen WM-Lauf ist Lüthi so weit vorne gestartet. Von Position 17, gleich hinter Superstar Valentino Rossi, hatte er sich bis zur 5. Runde auf Rang 15 vorgekämpft… den ersten Punkt hatte er zwischenzeitlich im Sack. Auch, weil der Regen Opfer forderte. Bis zum Rennabbruch nach 13 Runden waren schon 8 von 24 Piloten weggespült, darunter auch die Werksfahrer Maverick Vinales (Yamaha), Andrea Iannone (Suzuki) und Weltmeister Marc Marquez (Honda). Aber eben auch Lüthi. Nur passiv mitfahren und der Ausfälle wegen zu Punkten zu kommen, das ist nicht das Ding des Emmentalers. Das betonte er in dieser Saison öfter. Auch in Valencia siegte sein Kämpferherz. «Am Limit fahren war bei diesen Wetterbedingungen zu viel», gab Lüthi zu.

Alles nur schlechtreden mag er nicht. Dieses Jahr in der Königsklasse MotoGP sei auch ein Lehrstück gewesen: «Aus Niederlagen kann man sehr viel lernen!» Thomas Lüthi kehrt schon diese Woche zwecks erster Testfahrten in die Moto2 zurück, in jene Klasse also, in der in den beiden letzten Jahren Vizeweltmeister geworden war. «Ich freue mich darauf!»

22.11.2018 ::
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