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Hören heisst dazugehören
Schüpfheim:

Am Welttag des Hörens am 3. März informierte «Pro Audito» über das Gehör. Insbesondere Hörprobleme und wie diese gemildert werden -können, wurde thematisiert.   

Seit 2007 ist der 3. März der offizielle «World Hearing Day», an welchem die WHO (Weltgesundheitsorganisation) zusammen mit nationalen Partnern auf die Bedeutung des Gehörs aufmerksam macht. In der Schweiz gab es an mehreren Orten öffentliche Veranstaltungen. Der Verein für Menschen mit Hörbehinderungen «pro audito Entlebuch/Wolhusen» war auf dem Bahnhofplatz in Schüpfheim präsent. Bei warmen Getränken und Gebäck hatten Besucher Gelegenheit, sich mit Menschen zu unterhalten, die von Hörproblemen betroffen sind. 

 

Hören mit Augen und Geräten

«Hören Sie ‹scharf› oder ‹Schaf›?», lachte das Schaf auf dem Plakat die Besucher an. Mit einem Gratishörtest im Zelt konnten sie es feststellen und sich informieren lassen. 

Hörbehinderte hören auch mit den Augen. «Sie lesen von den Lippen, wenn sie nicht mehr gut hören», erfuhr man von der Audiagogin. Man könne aber nicht alles ablesen. So liessen sich Wörter wie «Nomaden» und «Tomaten» leicht verwechseln. «Das Verstehen ergibt sich erst aus dem Kontext. Man sucht im Laden ja nicht Nomaden, aber Tomaten. Hörbehinderte lernen das in Verständigungstrainings», so die Audioagogin.  

Wie der anwesende Akustiker informierte, gibt es Hörgeräte erst seit zirka 60 Jahren. «Sie sind wie Handys. Sie werden immer ausgeklügelter. Und diese Entwicklung geht ebenso weiter.»

Ein Hörverlust lasse sich nicht ausschalten, aber individuell angepasste Hörgeräte und verschiedene Bewältigungsstrategien könnten Hörbehinderten helfen, «denn Hören heisst dazugehören».  

08.03.2018 :: wbe.
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