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«Ich komme langsam in Fahrt»
«Ich komme langsam in Fahrt» SCL Tigers:

Nach harzigem Saisonstart lief es Yannick-Lennart Albrecht zuletzt immer besser. Die SCL Tigers möchten den Vertrag verlängern, der Stürmer wartet noch ab.

 

Zu Saisonbeginn sorgte bei den SCL Tigers fast ausschliesslich die erste Linie um Topskorer Antti Erkinjuntti für die offensive Musik. Mittlerweile ist der Sturm deutlich breiter abgestützt. Gleich 17 verschiedene Spieler reihten sich in den letzten sechs Partien in die Skorerliste ein. Der erfolgreichste von ihnen war in dieser Zeitspanne Yannick-Lennart Albrecht. Drei Treffer und zwei Vorlagen gelangen dem Walliser. «Langsam komme ich in Fahrt», sagt er dazu. «Das liegt auch daran, dass unsere Linie mit Nüssli und Dostoinow immer besser harmoniert.» Mit insgesamt zwölf Skorerpunkten in den letzten sechs Spielen ist das Trio, welches zu Saisonbeginn kaum Akzente setzen konnte, massgeblich für die zuletzt starken Resultate mitverantwortlich.

Hat die dritte Angriffsformation der Emmentaler von Trainer Heinz Ehlers etwa eine offensivere Rolle erhalten? Albrecht verneint: «Unsere Linie war eigentlich von Anfang an mitverantwortlich für die Offensive und dafür, Chancen zu kreieren. Es braucht halt immer eine gewisse Zeit, bis man mit den Linienpartnern harmoniert.» Dabei passt das Wort Anlaufschwierigkeiten nicht unbedingt zum 23-Jährigen. Vor zwei Jahren machte er gleich in seiner ersten Saison in der höchsten Spielklasse mit 17 Toren auf sich aufmerksam.

 

Bald Vertragsverhandlungen

Sportchef Jörg Reber verlängerte den Vertrag mit dem Visper damals bereits früh bis im Frühling 2018. Nur zu gerne würde er Albrechts Unterschrift nun erneut unter einem neuen Vertrag sehen. Doch der Spieler zögert noch. Er sagt: «Dafür ist es noch recht früh. Ich habe mit meinem Agenten vereinbart, dass wir erst in der Nati-Pause im November zusammensitzen und die Lage besprechen werden.» Ob und wie viele Angebote anderer Vereine für den Mittelstürmer vorliegen, weiss er selber nicht. Es ist jedoch stark davon auszugehen, dass die Konkurrenz nicht schläft und ihn längst auf dem Radar hat. Denn starke Center mit Schweizer Pass sind im Eishockey ein seltenes Gut und darum auf dem Transfermarkt heiss begehrt. Trotzdem sagt «Lenny», der das Wallis früh verliess und als 15-Jähriger in die Nachwuchsabteilung der SCL Young Tigers wechselte: «Ich kann mir gut vorstellen, auch weiterhin hier zu spielen.»

Vorerst aber zählt nur die Gegenwart. Und diese hält für die SCL Tigers nach der ärgerlichen Niederlage am Dienstag gegen Schlusslicht Kloten morgen Freitag in Biel bereits das nächste «Sechs-Punkte-Spiel» bereit. Nach dem Heimmatch am Samstag gegen Lugano steht dann die zehntägige Nationalmannschafts-Pause auf dem Programm. Das Aufgebot von Nationaltrainer Patrick Fischer für das Testländerspiel gegen Kanada und den «Karjala Cup» in Finnland lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Dass er diesem angehören wird, glaubt Albrecht, der zuletzt im Februar beim «Slovakia Cup» für die Nati spielte und bisher vier Länderspiele absolvierte, aber nicht. «Bei meinen bisherigen Einsätzen war jeweils eher die zweite Garde aufgeboten, deshalb rechne ich nicht unbedingt mit einem Aufgebot.»

02.11.2017 ::
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