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«Ich wollte nie etwas anderes»
«Ich wollte nie etwas anderes» SCL-Tigers:

Am vergangenen Montag absolvierte der Ex-Langnauer Beat Gerber mit Bern gegen Servette zum 1000. Mal eine Eishockeypartie in der höchsten Liga. Der 35-Jährige ist erst der elfte Spieler in der Geschichte des Schweizer Eishockeys, der diese magische Zahl erreicht. «Wenn man sieht, was für erfolgreiche Spieler in diesem Tausender-Club sind, ist das sicher eine spezielle Marke», so der Jubilar. «Schon als kleiner Junge wollte ich das erreichen». 

Damals, im Alter von sieben Jahren, machte «Bidu» auf der Natureisbahn Oberlangenegg seine ersten Gehversuche auf Schlittschuhen. Mit 13 trat er der Langnauer Nachwuchsabteilung bei und vier Jahre später, 1999, spielte er für die Emmentaler erstmals in der damaligen NLA. Ausgerechnet gegen den SC Bern, mit dem er später grosse Erfolge feiern sollte. 2004, gleich im ersten Jahr in der Hauptstadt, gewann er mit den Mutzen den Meistertitel. Vier weitere sind bis heute dazugekommen. Auch deshalb bereut es Gerber nicht, dass er in seiner Karriere nie für einen Verein ausserhalb des Kantons Bern tätig war. «Ich spiele beim grössten Club der Schweiz und es gefällt mir gut hier, deshalb wollte ich nie etwas anderes.»

Der gelernte Schreiner gehört auf dem Eis zu den Unauffälligsten im Team von Trainer Jalonen. Sein Job ist das Verhindern von Gegentoren. «Ich versuche dem Team so gut wie möglich zu helfen und Schüsse zu blockieren. Das tut zwar manchmal weh, gehört aber dazu.» Für Spektakel und Tore sind andere zuständig. In 1000 Partien schoss Gerber «nur» 35 Tore, die drei ersten im Januar 2002, als ihm mit Langnau gegen Chur ein Hattrick gelang. 

Im Mai wird der Ferrari-Fan 36 Jahre alt, ans Aufhören denkt er aber noch lange nicht. Sein Vertrag beim Schweizer Meister wurde bereits im letzten September um zwei weitere Saisons bis 2020 verlängert. Gerber hofft, weiterhin verletzungsfrei zu bleiben. «Ich hatte diesbezüglich bis jetzt Glück. Ich hatte zwar auch meine Verletzungen, konnte diese aber fast immer nach der Saison im Sommer auskurieren.»

In den am Samstag beginnenden Playoffs strebt der Defensivverteidiger mit Bern den dritten Meistertitel in Folge an. Dass im Viertelfinal Servette und nicht wie vor sieben Jahren Langnau wartet, bedauert er. «Das wäre sicher eine spezielle Serie geworden, aber es wollte nicht sein», so der Ex-Tiger. «Zum Glück durfte ich 2011 einmal eine Serie gegen Langnau erleben.» 

08.03.2018 :: Christoph Schär
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