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Ihr Wunsch geht in Erfüllung: ein Openair
Ihr Wunsch geht in Erfüllung: ein Openair Emmental:

«So etwas wollten wir schon lange einmal machen», sagt Peter Stucki von der Band «Fätze(r)». Jetzt können sie ihren Traum verwirklichen. Sie organisieren ein Openair.



«Was wir auch immer machen, es geht uns um die Freude an der Musik. Auch eine gute Beziehung zu pflegen unter den Bandmitgliedern, deren Familien und Freunden ist uns sehr wichtig», sagt Peter Stucki, Gründungsmitglied der «Fätze(r)» (siehe Kasten). Zu dieser Philosophie passt auch die Durchführung ihres ersten Openairs. Davon, ein solches durchführen zu dürfen, träumten die «Fätze(r)» schon länger. Gestaltung angenommen hat ihr vager Traum in trauter Runde in ihrem Stamm-lokal, dem «Kreuz» in Schüpbach. Angespornt dazu wurden sie auch durch den Umstand, dass es einst gut besuchte Openairs im Emmental wie «Wood-Rock» in Waldhäusern, «Geisshalde» in Eggiwil oder «Out in the Kraut» in Schangnau nicht mehr gibt. Das anfängliche Stammtischgeplauder mündete in einem konkreten Projekt: ein richtiges Openair auf Kampen am 19. August, ab 13 Uhr. Kampen liegt abgelegen oberhalb Fankhaus in der Gemeinde Trub.

Wer sind die Acts?

«Wir werden ein einfaches, aber trotzdem abwechslungsreiches Programm bieten», stellt Peter Stucki in Aussicht. Nebst der «Fätze(r)» treten das «Jodelduett Rüfenacht-Geissbüher» auf, am Örgeli begleitet von Christian Kropf. Auch die «Signouer Giele» und Lorenz Sommer (ehemals bei
«Tschou zäme») sind mit dabei. Dazu «DJ Faébou», «Manoo» und -«MiraLei», alles junge Menschen aus dem Umfeld der Familie Stucki. «Faébou» will auf Kampfen ein 30-minütiges Special «Michael Jackson» zusammenstellen. Die «MiraLei» machen Songs in Mundart, aber auch in französischer, englischer oder spanischer Sprache. Am Openair wird nicht die ganze fünfköpfige Band auftreten, sondern lediglich -Sabine -Zurbuchen und Manuel Stucki. «Manoo» ist Manuel Stucki solo. «In einem gut 30-minütigen Set hat er sich Reggae-Klassiker von Bob Marley autodidaktisch beigebracht und bringt sie mit Loop-Gerät und diversen Instrumenten live auf die Bühne», verrät sein Vater Peter Stucki.

Bands ohne Gage

«Wir wollen kein Openair nach kommerziellen Grundsätzen durchführen, das war für uns von Anfang an klar», hält Stucki fest. Besucher benötigen also kein Eintrittsticket. Dies sei nur möglich, weil sämtliche Acts ohne Gage auftreten würden, erklärt der Mitorganisator. So bescheiden und unbürokratisch das Openair auch durchgeführt werden soll, ganz ohne Geld gehts trotzdem nicht. «Wir hoffen, dass mit der Kollekte die Infrastrukturkosten gedeckt werden können», so Stucki. Vorgesehen sind kleinere Zelte. So werden die Musiker vom Wetter geschützt spielen können. Im Zuschauer- und Verpflegungszelt haben etwa 150 Personen Platz; die restlichen Gäste verfolgen unter freiem Himmel das Geschehen auf der Bühne. 

Taschenlampe obligatorisch

Vom Parkplatz bis zum Openair ist ein 30-minütiger Fussmarsch angesagt – oder nach Voranmeldung eine Fahrt mit dem Pinzgauer. Bereits von Signau her mit Einsteigeort beim «Kreuz» Schüpbach, Bahnhof Langnau und Trubschachen sowie der Postautohaltestelle Zwischengräben ist ein Shuttlebus organisiert. Für die Verpflegung sorgen der «Kreuz»-Wirt aus Schüpbach und sein Team. Wer nach dem Openair nicht mehr nach Hause fahren möchte, kann auf dem Gelände übernachten. Wie es sich für ein Festival gehört, wird auch am Openair Kampen bis weit in die Nacht hinein Betrieb sein. Ist dann aber Schluss, geht das Licht im wörtlichen Sinn aus – dann wird nämlich der Schalter des Notstromaggregats gekippt. Eine Taschenlampe auf sich zu tragen sei deshalb Pflicht, steht auf der Homepage.

Nicht Pflicht, aber doch wünschenswert ist schönes Wetter. «Wir hoffen, dass 300 Personen unser Openair besuchen», so Peter Stucki. «Voraussetzung, dass auch dieser Traum in Erfüllung geht ist wohl, dass das Wetter mitspielt.» 

 

Infos: www.openairkampen.ch


«Musig wo fägt – vo geschter bis hüt»

Die «Fätze(r)» gibts seit sieben Jahren. Einige von ihnem spielen bereits über Jahrzehnte hinweg zusammen. «Auf den Bandnamen haben wir uns geeinigt, weil einerseits jedes der Gründungsmitglieder bezüglich Postur ein ‹Fätze› war, andererseits wollen wir auch ‹fätzige› Musik machen» sagt Peter Stucki. «Musig wo fägt – vo geschter bis hüt», haben sich die Herren zwischen 42 und 60 Jahren auf die Fahne geschrieben. Heute trifft nur noch die zweite Namensdeutung auf alle Bandmitglieder zu. Derzeit gehören der Band (im Bild von links) Peter Stucki, Markus Friedli, Heinz Wenger, Walter Stucki und Thomas Bruderer an. Richtig zuhause sind die «Fätze(r)» in den Genres Rock und Pop. Zu hören sind sie an Familienfesten und Firmenanlässen, aber auch an kleineren und grösseren öffentlichen Veranstaltungen – beispielsweise am Kultursommer und am Badifest in Langnau. Heuer werden sie um die zehn Auftritte verzeichnen.


 

10.08.2017 :: Jakob Hofstetter
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