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Im Einsatz für den ­Lebensraum Wasser
Emmental:

Die Fischer bangen um sauberes Wasser und um die Forellen in Ilfis und Emme. Sie engagieren sich gemeinsam für Erhalt und Besserung des Lebensraumes Wasser.

Die Pachtvereinigung Emmental, in der die Fischereivereine Oberemmental Langnau und der Fischereiverein an der Emme in Burgdorf vereint sind, lud letzten Freitag zur Delegiertenversammlung ein. Über 40 Personen beider Fischereivereine sowie diverse Gäste folgten der Einladung. «Die Pachtvereinigung Emmental hat an der Delegiertenversammlung 2017 ein Versprechen abgegeben: Gezielter Einsatz für den Erhalt des Lebensraumes Wasser und damit auch der Wassertiere inklusive der heimischen Bachforelle». Mit diesen Worten eröffnete der Präsident der Vereinigung, Toni Liechti aus Langnau, die Versammlung. 

Im Bereich der Bewirtschaftung haben die Vereine im Jahr 2017 mit total rund 145 Personaleinsätzen insgesamt 3515 Stunden Frondienst geleistet. Total konnten im Frühjahr über 170’000 Brutfische mit Dottersack in Aufzuchtbäche, Ilfis und Emme ausgesetzt werden. Der eher zu trockene Sommer verursachte den Fischereivereinen und den kantonalen Instanzen mehrere Notabfischungen. Hunderte von Forellen konnten gerettet werden. 

Die «Studenhicker» waren an Winter- und Frühjahrstagen am Wasser unterwegs, um Baumstrünke und Tannen am Ufe zu fixieren. Damit optimierten sie den Lebensraum der Fische. Der Gewässerputztag an Ilfis und Emme im August gehörte auch in diesem Vereinsjahr zum Aufgabenkatalog. 

Fischer prüfen Fischaufstieg

Um den Fischtreppenaufstieg beim neuen Kraftwerk Gohlhaus AG Lützelflüh auf seine Funktionstätigkeit zu prüfen, hat die Betreiberin eine elektrisch bedienbare Reuse installiert. Die aufsteigenden Fische werden für die Zählung zurückbehalten und im oberen Bereich der Stauhaltung wieder in die Emme entlassen. Der Pachtvereinigung wurde die Überwachung der Anlage für die Herbstperiode 2017 übertragen. Ein weiteres Monitoring wird 2018 vorgenommen. Vier Fischer der Vereine teilen sich in die tägliche Überwachungsarbeit.

Die im Rahmen der Sparmassnahmen vom Kanton Bern übernommene Muttertieranlage Horben lieferte wiederum die Mehrzahl der Brütlinge, die ins Emme-System entlassen werden konnten. Dank Unterstüzung verschiedener Vereine können die Fischer aus dem Emmental die Anlage betreiben. 

Grussworte des Fischereiaufsehers

Thomas Vuilly, Fischereinspektor überbrachte eine Grussbotschaft des Kantons und orientierte über bevorstehende Neuerungen: «Einerseits werden die Patentgebühren auf 2020 sanft erhöht, anderseits wird ein genereller Hegebeitrag eingeführt. Zudem wird der Renaturierungsfonds um 300’000 Franken jährlich gekürzt», erläuterte Vuilly. 

Abschliessend stellte die neu gewählte Wasserbauingenieurin, Maya Bütikofer, die anstehenden Bauprojekte vor. 



08.03.2018 :: pnz.
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