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Landwirte zeigten keine Freude an den neuen Gewässerräumen
Landwirte zeigten keine Freude an den neuen Gewässerräumen Eggiwil:

 

Der Gemeinderat informierte über die Teilrevision der Ortsplanung. Zu Diskussionen Anlass gaben vor allem die Gewässerräume entlang der Emme und des Röthenbachs.

 

Hans Wittwer, Gemeinderat und Präsident der Schwellenkorporation Eggiwil, hielt fest, dass das vom Bund in Kraft gesetzte Gewässerschutzgesetz die Festlegung des Gewässerraums beinhalte. Hans Mätzener, Ingenieur-Geometer der Ruefer Ingenieure AG, betonte, dass es eine Pflichtaufgabe für die Gemeinde sei, diese Räume für die natürliche Funktion der Gewässer, den Schutz vor Hochwasser sowie die Gewässernutzung in der baurechtlichen Grundordnung festzulegen. Neu bilde der Gewässerraum einen Korridor und es würden nicht nur beim Bauen Einschränkungen gelten, sondern auch bei der Bewirtschaftung. Im Zonenplan seien die Gewässerräume vermasst. «Während der Mitwirkungsauflage kann man sich melden, wenn man das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt», orientierte Mätzener die 50 Anwesenden. 

Mähen, aber nicht düngen

Hans Neuenschwander, Berater am Inforama Emmental, betonte, dass sich bei kleineren Gewässern kaum etwas ändere, bei der Emme jedoch im ausgewiesenen Gewässerraum kein Dünger sowie keine Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt werden dürften. Beweiden sei weiterhin zulässig und er fügte an: «Der Gewässerraum wird zu einer beitragsberechtigen ökologischen Ausgleichsfläche.» Weiter erklärte er den teilweise sehr aufgebrachten Landwirten, dass die Uferwiese so oft wie gewünscht gemäht werden dürfe. Ein erboster Landwirt liess sich davon nicht beruhigen: «In der sonst schon schwierigen Zeit für die Landwirtschaft wird mir nun im Bereich der Emme schönstes, ebenes Land einfach weggenommen, was dazu führen wird, dass der Viehbestand reduziert werden muss.» Hans Mätzener drückte sein Bedauern aus, wies aber darauf hin, dass der Gemeinderat verpflichtet sei, diese Vorgaben umzusetzen.

Es kam weiter die Frage auf, wer künftig kontrollieren werde, wie die ausgeschiedenen Flächen bewirtschaftet würden. Und zum Schluss hielt ein Anwesender fest: «Früher oder später werden wir Landwirte entmachtet.» 

Baureglement anpassen

Benedikt Roessler, Raumplaner bei Georegio, informierte weiter, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf eidgenössischer und kantonaler Stufe geändert hätten. Die Anpassung der Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen mache eine Überarbeitung des Baureglementes nötig. Dabei würden die Messweisen von Gebäudedimensionen und Abständen einheitlich geregelt. Zu diesen Ausführungen gab es keine Wortmeldungen.

08.11.2018 :: Christine Mader
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