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Langnau muss Aufstiegstraum begraben
Langnau muss Aufstiegstraum begraben Fussball, 3. Liga:

 

2:3 verliert der FC Langnau das Rückspiel und verpasst somit den anvisierten Aufstieg in die regionale 2. Liga. Bosporus war insgesamt die «abgezocktere» Mannschaft.

 

Gegen 800 Zuschauer wohnten dem Rückspiel der Aufstiegsbarrage zur 3./2. Liga im Langnauer Moos bei. Die Gastgeber handelten sich gegen den FC Bosporus im Hinspiel eine Hypothek von 0:2 Toren ein. Getreu dem Motto «Die Not zur Tugend machen» reisst der FCL mit Beginn der Partie das Spieldiktat an sich. Sieben Minuten sind absolviert, ehe Liridon Gashi ein erstes Mal gefährlich vor Bosporus’ Keeper Ergül auftaucht. Sein Drehschuss streicht haarscharf am Pfosten vorbei. Gut zehn Minuten später bleibt Reto Flückiger, Trainer des FC Langnau, der Torschrei im Hals stecken. Mittelstürmer Simon Reber lanciert Gashi mittels Traumpass in die Tiefe. Dieser läuft alleine in Richtung Tor und zieht ab. Wie in der Vorwoche zeigt Ergül, dass er ein richtig Guter ist und vereitelt den Torerfolg. Der Frust über die Ineffizienz nagt nicht lange am Nervenkostüm des Heimteams, denn Besfort Sopa netzt wenige Augenblicke später zum 1:0 ein. Die Gäste zeigen sich unbeeindruckt vom Rückstand und erzielen mit der allerersten Chance das so wichtige Auswärtstor (44.). Dabei wird der Abschluss des Exlangnauers Gümüs derart unglücklich abgefälscht, dass Künzi im Kasten des FCL keine Abwehrmöglichkeit mehr hat. Abgerundet wird die enthusiastische Schlussphase der ersten 45 Minuten durch Gashis neuerlichem Führungstreffer. Per Abstauber markiert die Nummer 77 den 2:1-Pausenstand.

In Durchgang zwei warten die Einheimischen vergeblich auf die herbeigesehnte Aufholjagd ihrer Mannschaft. Die Angriffsbemühungen der Flückiger-Elf verlaufen eher zögerlich und werden von Bosporus Mal für Mal frühzeitig im Keim erstickt. Die Schweiz-Türken verlegen sich aufs Kontern und sind damit erfolgreich. Mina sorgt mit dem 2:2 (73.) für die  Vorentscheidung. Langnau benötigt nun – mitsamt eines kleinen Fussballwunders – drei Treffer um das Ruder noch herumzureissen.

Handgemenge und Unterbruch

Für den negativen Höhepunkt des Nachmittags sorgen Gashi und Moghaddami eine Viertelstunde vor Ende. Die beiden Streithähne werden aufgrund ihrer Tätlichkeiten vom Unparteiischen mit glatt Rot des Feldes verwiesen. Auf dem Weg in die Garderoben entwickelt sich unter den Zuschauern ein wüstes Handgemenge. Der Spielleiter, Erwan Callarec, sieht sich zu einem mehrminütigen Unterbruch gezwungen. Nachdem sich die Gemüter langsam wieder abgekühlt haben, wird die Begegnung fortgesetzt. Nebst jedweder Spannung ist auch der Langnauer Glaube an den Aufstieg dahin. So erzielt Bosporus in der 91. Minute gar noch den 3:2-Siegtreffer. Ergo bleibt den Emmentalern der Aufstieg in 2. Liga und die damit verbundene Krönung einer ansonsten grossartigen Saison verwehrt. In beiden Spielen konnten sie ihre spielerische Überlegenheit nicht in etwas Zählbares ummünzen.

Wie üblich endet die Saison mit der Finalrunde des Berner Cups. Im Endspiel der Herren duelliert sich Langnau mit dem 2.-Ligisten Nidau. Das Spiel findet diesen Samstag, um 17.00 Uhr auf dem Gemeindesportplatz in Zollikofen statt. Bei den Frauen misst sich Bethlehem (3.) mit dem FC Lerchenfeld (2.). 

Langnau – Bosporus 2:3 (2:1)

Sportplatz Moos, Langnau. Tore: 22. Sopa 1:0. 44. 1:1. 45.+2. Gashi 2:1. 73. 2:2. 90.+1. 2:3. FC Langnau: Künzi; Cavallaro (70. Kipfer), Ramseier, Peve-relli, Hänni (52. Stalder); Heiniger, Hug, Sopa; Krasniqi (14. Beutler, 16. Krasniqi, 62. Haldemann), Reber (70. Melina), Gashi. Bemerkungen: 77. Rote Karte gegen Gashi (FC Langnau) und Moghaddami (FC Bosporus). Langnau ohne M. Hofer und Lehmann (beide verletzt).


 

14.06.2018 :: Adrian Frühwirt
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