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Mehr «Grit» mit Pesonen und Co.
Mehr «Grit» mit Pesonen und Co. SCL Tigers: Der Aufwärtstrend soll nächste Saison weiter gehen. Mit mehr «Grit» sollen die Gegner noch mehr heraus-gefordert werden als bisher.

In der Qualifikation gewannen die SCL Tigers gegen die acht Playoffteilnehmer 42 ihrer 67 Punkte. Ein bisschen zu wenig, um sich für die Runde der letzten Acht zu qualifizieren. Das will die Führung der «Tigers» ändern. Die Mannschaft soll künftig mehr «Grit» haben. Darauf wurde bei der Verpflichtung der neuen Spieler geachtet. «Gritty Players» sind Charakter- und Energiespieler, leidenschaftlich, kampf- und willensstark, entschlossen, zäh, ausdauernd und mutig. 

 

Mehr Powerplay-Tore gefordert

«Wir wollen es unseren Gegnern noch schwieriger als bisher machen», fasst Sportchef Jörg Reber zusammen. «Wir wollen unberechenbarer werden, es soll schwieriger sein, gegen uns die richtige Einstellung zu finden.» Mehr «Grit» ist vor allem in der Offensive, dem Schwachpunkt in der abgelaufenen Saison, dringend nötig. Die Anzahl Tore und das Powerplay müssen verbessert werden. In allen defensiven Bereichen (Anzahl Gegentore, Boxplay, Spiel 5 gegen 5, Goalies) gehörten die Langnauer zu den sechs besten Teams der Liga. Das unter Headcoach Heinz Ehlers erreichte stabile Niveau im Verteidigen muss gehalten werden. 

Unter diesem Aspekt ist die Weiterverpflichtung von Torhüter Ivars Punnenovs bis 2021 doppelt wertvoll. Er wird demnächst erst 24-jährig und ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. 

 

Reine Schweizer Verteidigung 

Zu den Schlüsselspielern zählen auch die Ausländer. Und da zeigen die Langnauer «Grit» – Mut und Entschlossenheit. Sie verpflichten ausschliesslich ausländische Stürmer und schenken der Verteidigung mit lauter Schweizern das Vertrauen. Die Situation sieht momentan folgendermassen aus: Eero Elo besitzt einen Vertrag für eine weitere Saison. Konkurrenz erhält der Finne, der sich steigern kann und muss, durch seinen Landsmann Harri Pesonen (von Lausanne) und Chris DiDomenico. Die Rückkehr des Kanadiers ist heute wesentlich wahrscheinlicher als sein Verbleib in Nordamerika. Dort dürfen Transfers aber erst nach Saisonschluss bekanntgegeben werden, andernfalls drohen enorm hohe Bussen. Pesonen und DiDomenico verkörpern, was sich die SCL Tigers erhoffen – unberechenbare, schnelle und stets gefährliche Stürmer, welche die Gegner nie aus den Augen lassen dürfen. Der Verwaltungsrat wird sich zudem entscheiden müssen, ob die SCL Tigers mit vier oder fünf Stürmern in die nächste Saison starten werden. Bei fünf Angreifern hätte Gagnon vor Johansson und Erkinjunnti die grössten Chancen auf eine Weiterverpflichtung – und gleichzeitig hätte Headcoach Ehlers mehr taktischen Spielraum. Eine zusätzliche Investition in Johansson könnte sich vor allem im Powerplay auszahlen. Der Schwede war in der Rapperswiler Abstiegssaison 2014/15 in Überzahl mit 19 Assists der besten Vorbereiter der Liga. Die St. Galler erzielten damals 41 ihrer 121 Tore im Powerplay, was nur von Lugano übertroffen wurde. 

Die SCL Tigers-Mannschaft der Zukunft

Torhüter: Punnenovs (Vertrag bis 2021), Ciaccio (2019). Verteidiger: Glauser (neu von Fribourg; 2021), Leeger (neu von Zug; 2020), Cadonau (neu von Langenthal; 2020), Blaser (2020), Randegger (2020), Lardi (2019), Huguenin (2019), Erni (2019). Stürmer: Pascal Berger (2021), Dostoinow (2022), Diem (neu von Zug; 2020), Elo (Fi; 2019), Gustafsson (2019), Neukom (2019), Nils Berger (2019), Nüssli (2019), Rüegsegger (2019), Kuonen (2019), Peter (2019), Gerber (2019).

Ausländische Stürmer: Elo (bisher; 2019), Pesonen (Fi; neu von Lausanne), DiDomenico (Ka; zurück von Chicago NHL/Rockford AHL; darf gemäss NHL-Reglement erst nach Saisonschluss in Nordamerika bekanntgegeben werden). Ein vierter oder fünfter Ausländer aus dem Trio Gagnon (Ka), Johansson (Sd) und Erkinjuntti (Fi).  

Abgänge: Zryd (zu Zug), Müller (Langenthal), Seydoux (?), Stettler (?), Barker (Ka); Albrecht (Zug), Haas (Olten ?), Himelfarb (Ka), Thuresson (Sd). 

 

29.03.2018 :: Werner Haller
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