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Mit einem achtsamen Leben einem Burnout vorbeugen
Mit einem achtsamen Leben einem Burnout vorbeugen Schüpfheim:

 

Über hundert Frauen und einige Männer liessen sich von Referent Ernst Flückiger Tipps geben, «damit die Arbeitsfreude nicht im Burnout endet».

Astrid Antonietti begrüsste die gut hundert Interessierten als Vertreterin des Frauenvereins Wiggen zum Regional-Vortrag der SKF-Frauenvereine im Pfarreiheim Schüpfheim. «Es könnte sein, dass sich in eurem Leben ab Morgen etwas ändert», warnte Ernst Flückiger zu Beginn seines Referats. Der Leiter Coaching des Inforama Rütti schöpfte aus dem Vollen, nicht nur aus seiner Erfahrung als langjähriger Landwirtschafts-Coach, sondern auch aus seinem eigenen Leben. Er hat selber die Erfahrung eines Burnouts, einem kompletten Zusammenbruch inklusive Suizidgedanken, durchlebt. 

Baustellen im Leben

Flückiger forderte die Zuhörerinnen als erstes auf, darüber nachzudenken, was für sie Lebensqualität bedeutet und ob sie genügend davon haben. Er riet, richtig hinzuschauen im eigenen Leben und ehrlich gegenüber sich selber zu sein. Eifrig wurde diese Aufgabe sogleich auf dem ausgeteilten Arbeitspapier erledigt. Humorvoll konfrontierte der Coach die Leute sodann mit wahren und falschen Lebensweisheiten, wies auf mögliche Baustellen im Leben hin und erinnerte mit Denkanstössen daran, was im Leben wirklich wesentlich ist. So manch verblüffter Lacher zeigte, dass er mit seinen Beispielen wohl nicht selten ins Schwarze traf. 

Allzu oft mache man im Leben das, was man glaube zu müssen, lasse sich davon leiten, was andere Leute über einen denken oder reden. Doch jeder Mensch dürfe das Leben führen, das er selber wolle. Statt «ich muss» solle man vermehrt «ich darf» sagen können. 

Richtige «Life-Balance»

Die vielgerühmte «Work-Life-Balance» zerpflückte Ernst Flückiger als völlig falschen Lebenssinn: Die Arbeit sei Teil des Lebens und müsse Freude bereiten, richtig sei deshalb, die «Life-Balance» zu suchen. Der Berater riet, regelmässig einen Marschhalt einzulegen und sich zehn wichtige Fragen zu stellen wie: «Freue ich mich auf den neuen Tag beim Aufstehen?» – «Habe ich Zeit, meinen Freundeskreis zu pflegen?» – «Fühle ich mich wohl mit meinen Ämtern in Vereinen oder der Politik?» Flückiger hat dazu eigens ein Lebensprofil-Spinnendiagramm entwickelt. 

Als beste Vorsorge, damit die Arbeitsfreude eben nicht im Burnout endet, empfahl Ernst Flückiger abschliessend, Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu üben, sich selber wahrzunehmen und sein Leben nicht von anderen bestimmen zu lassen. 

 

01.11.2018 :: Sandra Steffen-Odermatt
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