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Mitwirken, aber zu welchen Themen?
Trachselwald:

 Vieles, was in der revidierten Ortsplanung steht, ist von Bund oder Kanton vorgegeben. Der Gemeinderat wünscht sich dennoch eine rege Mitwirkung der Bürger. 

Die Gemeinde Trachselwald ist daran, ihre Ortsplanung total zu revidieren (die «Wochen-Zeitung» berichtete am 22. Februar darüber). «Wir hoffen, dass ihr rege von der Mitwirkung Gebrauch macht», rief Gemeindepräsidentin Kathrin Scheidegger die Anwesenden an der Mitwirkungsversammlung im «Krummholzbad» auf. «Bei welchen Punkten der Ortsplanung können wir überhaupt mitreden?», wollte ein Bürger wissen. «Ich mag hier nicht über Sachen diskutieren, auf die wir aufgrund übergeordneten Rechts keinen Einfluss nehmen können.» Von diesen nicht zur Diskussion stehenden «Sachen» gibts eine ganze Reihe. Beispielsweise der auszuscheidende Gewässerraum. Zu diesem stellten die rund 20 Versammlungsbesucherinnen und besucher die meisten Fragen. Wie der Ortsplaner Thomas Frei erklärte, kann die Gemeinde an diesen Gewässerräumen kaum rütteln. Ausnahmen gibts nur ganz wenige. Nebst Baueinschränkungen sind dort auch bezüglich landwirtschaftlicher Nutzung enge Grenzen gesetzt; lediglich eine extensive Bewirtschaftung ist erlabt. Das heisst, weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel dürfen ausgebracht werden. 

Verpflichten oder nur ermutigen?

Dass die Grundeigentümer von eingezontem Land künftig verpflichtet werden sollen, das Land innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre zu überbauen, gefiel einem Votanten gar nicht. Man solle die Landbesitzer zum Bauen oder zum Verkaufen des Landes ermutigen. Er plädierte aber dafür dass das Bauen weiterhin freiwillig bleibe. Das Problem sei, dass dieses Bauand zum Teil schon sehr lange eingezont sei und nichts damit gemacht werde, sagte die Gemeindepräsidentin. «Der Gemeinderat hat aber ein Interesse, das vom Kanton zugestandene Wachstum von zwei Prozent zu realisieren», begründete sie die vorgesehene Überbauungspflicht. 

08.03.2018 :: jhk
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