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Nun kann die Kühni AG ihr Kompetenzzentrum für Holz bauen
Nun kann die Kühni AG ihr  Kompetenzzentrum für Holz bauen Ramsei:

Die Kühni AG kann das neue Kompetenzzentrum bauen. Das Vorhaben verzögerte sich, weil die Gemeinde Lützelflüh erst einen neuen Wasserbezugsort finden musste.


 

«Wir wollen Kräfte bündeln und Synergien nutzen, um auch künftig die Marktbedürfnisse der Kunden zu befriedigen und im Wettbewerb mit Mitbewerbern bestehen zu können», so die Ausführungen von Ernst Kühni, Verwaltungsratspräsident der Kühni AG, letzten Montag vor Mitarbeitern, Nachbarn und Medien. «Es ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, dass die Baubewilligung nun eingetroffen ist.»

Die Kühni AG kaufte gegenüber ihrem Hauptgebäude in Ramsei das Areal der alten Gärtnerei Schöni, um dort ein Kompetenzzentrum für Holz zu erstellen. Im Oktober 2015 konnte das Baugesuch eingereicht werden. Einsprachen gingen keine ein. Dafür fiel der Bericht des Amts für Wasser und Abfall negativ aus, denn unter dem Areal lag die in die Jahre gekommene Wasserfassung der Gemeinde Lützelflüh. Damit die Kühni AG bauen kann, musste die Gemeinde einen neuen Wasserbezugsort finden. Das hat nun geklappt. Neu wird das Gotthelf-Dorf aus dem Pumpwerk Schlossberg in Rüegsau gespeist und dem Bauvorhaben wurde grünes Licht erteilt. 

Blickfang über der Kantonsstrasse

«Nun haben wir ein viel ausgereifteres Projekt als noch vor 18 Monaten», sah Ernst Kühni das Positive in der Verzögerung. «Jetzt können wir endlich loslegen und den Neubau auf der anderen Strassenseite realisieren.» Die Ziele sind ehrgeizig: Im Januar Rückbau der bestehenden Infrastruktur, im Mai aufrichten und bis Mitte Jahr sollte die hölzerne Passerelle über die Kantonsstrasse stehen, welche das alte mit dem neuen Gebäude verbindet. 

«Es soll ein einzigartiges Kompetenzzentrum aus Holz entstehen», sagte Peter Flükiger, zuständiger Architekt aus Oberburg. Im Parterre entsteht ein Ausstellungs- und Kundenempfangsraum auf über 160 Quadratmetern. Im ersten Stock werden Büros und Sitzungsräume angesiedelt. Der Attikabereich, verbunden mit dem alten Gebäude durch die Brücke, ist vorgesehen für Sitzungen aller Art. In der Mitte des Gebäudes soll ein Lichthof, der von oben nach unten durch das Gebäude strahlt, für angenehmes Besprechungs- und Arbeitsklima sorgen. Zehn neue Parkplätze sind hinter dem Gebäude geplant.

Fertig aufs Jubiläum hin

In der heutigen Produktionshalle können dank der Erweiterung ein grosser Aufenthaltsraum, ein gut durchlüftetes Raucherzimmer, eine moderne Küche sowie Garderoben und sanitäre Anlagen realisiert werden. Management und Mitarbeitende werden für den Neubau gefordert, soll dieser doch soweit als möglich mit firmeneigenen Kräften realisiert werden. 2019 feiert die Kühni AG ihr 30-jähriges Bestehen. «Dann wollen wir sowohl das neue Kompetenzzentrum als auch die bestehenden Gebäude den Besuchern zugänglich machen», stellte Ernst Kühni in Aussicht. 

 

19.10.2017 :: Pedro Neuenschwander
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