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Rezeptfreie Seelen-Medizin
Rezeptfreie Seelen-Medizin Eggiwil:

Lorenz Sommer und Hans Ermel erfreuten am letzten Freitag das zahlreich im Gasthof Bären erschienene Publikum. Die beiden boten besondere musikalische Leckerbissen.

«Schön, dass ihr alle da seid!» Mit diesen Worten begrüsste Lorenz Sommer die rund 100 Personen, welche der Einladung der Jugend- und Volksbibliothek Eggiwil gefolgt sind. Wie bereits zu den Zeiten, als Lorenz Sommer mit «Tschou zäme» auftrat, gelang es ihm von Beginn weg, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. «Es ist ein Glücksfall, dass ich Hans Ermel kennengelernt habe und er sich bereit erklärt hat, mit mir aufzutreten», hielt der in Signau als Hausarzt tätige Lorenz Sommer fest. Das Publikum konnte seine Begeisterung für seinen Bassisten teilen. Lorenz Sommers Gesang und Gitarrenspiel harmonierten ausgezeichnet mit dem durch den Berufsmusiker Hans Ermel, der inn Eggiwil aufgewachsen ist, gelang es bestens, seinem Instrument gefühlsbetonte und filigrane Töne zu entlocken. 

Menschliches und Tierisches

Die Lieder erzählen von medizinischen, menschlichen, zwischenmenschlichen, tierischen und anderen erfreulichen Dingen. Zwischendurch ertönte ein Lied, das bereits von «Tschou zäme» bekannt ist. «Im Jahr 2014, als wir uns auflösten, weil wir das Gefühl hatten, dass die Ideen ausgeschöpft seien, war ich vorerst froh. Mit der Zeit aber begann ich, neue Songs zu spielen und bemerkte, dass mir die Musik doch gefehlt hat», hielt Lorenz Sommer fest. Anfang Februar dieses Jahres trat er dann erstmals wieder öffentlich auf. 

Hausärzte, ein heikles Gewächs

Viele der Texte bestechen durch Schalk und Charme. Die präzisen Beobachtungen des Alltags, mit teils ironischen, dann wieder zu Herzen gehenden Texten und den bunt ­gemischten Stimmungen und Launen kamen beim Publikum gut an. Auch aktuelle Themen wurden angeschnitten. Lorenz Sommer rief auf: «Hausärzte sind ein heikles Gewächs, tragt Sorge zu ihnen» und gab darauf das Lied über den letzten Hausarzt, der neben Barry im Naturhistorischen Museum zu sehen ist, zum Besten. Weiter erwähnte er: «Die nächste Grippewelle kommt bestimmt. Ich bedanke mich schon jetzt bei allen, die mitmachen. Denn die Grippewelle ist für uns Ärzte das, was der Weihnachtsverkauf für den Loeb ist». Dass die Grippe auch vor Ärzten nicht halt macht, zeigte die Tatsache, dass die Stimme von Lorenz Sommer aus ­diesem Grunde etwas belegt war. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, bis zum letzten Ton seine Professionalität an den Tag zu legen. Mit tosendem Applaus dankten die Anwesenden dem Duo, worauf Lorenz Sommer ausrief: «Das ist nett, nach diesem Geräusch könnte ich süchtig werden». 

08.11.2018 :: Christine Mader
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