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Sein Leben in Sand gemalt – und gestaunt
Sein Leben in Sand gemalt – und gestaunt Linden:

Am «Frouezmorge» im Kirchgemeindehaus Linden tauchte das Künstlerpaar Claudia und Ruedi Kündig mit Sandbildern und spannenden Geschichten in das Leben Jesu ein.

Rund hundert Frauen waren der Einladung zum gemütlichen «Froue-zmorge», einem Anlass mit Momenten zum Zurücklehnen und Auftanken, gefolgt. Kirchgemeindepräsident Jakob Stucki hiess sie alle herzlich willkommen und begrüsste im Besonderen das Ehepaar Claudia und Ruedi Kündig. Das Künstlerpaar ist mit seinem Engagement meistens über Monate zuvor ausgebucht. Ruedi Kündig und seine Frau Claudia führen Biblepaintings in Gottesdiensten und bei anderen Anlässen durch. Während Ruedi Kündig den Bibeltext erzählt, malt Claudia Kündig die passenden Bilder in Sand.

Visualisierte Geschichten

Als Annekäthi Voellmy nach dem Frühstück in Linden den Auftritt des Künstlerpaares ankündigte, rückten sich die anwesenden Frauen erwartungsvoll zurecht. «Wir zeigen euch Geschichten und tauchen ein in das Leben des Menschen, der die Welt wie kein anderer verändert hat», informierte Ruedi Kündig. Es wurde dunkel im Saal. Auf der Leinwand erschien ein Sandbild in strahlenden Farben. Ruedi Kündig begab sich ans Rednerpult und begann die Geschichte von Weihnachten zu erzählen. Untermalt von leichter Musik begann Claudia Kündig im Sand, der auf einer Glasplatte lag, mit den Händen zu malen. Mit leichten, aber schnellen Fingerzügen entstand der Stall von Bethlehem mit Maria und Joseph, den Hirten und Jesus in ihrer Mitte. Kamele schritten daher, Palmen ragten zum Himmel, an dem leuchtend der Stern stand.

Wechselnde Bilder

In bildhafter, faszinierender Untermalung ging die Geschichte durchs Leben Jesu weiter. Bald befand man sich am Jordan, dann am See Genezareth, in Jerusalem oder auf Golgatha. Den Sturm auf dem See erlebte man ebenso mit wie die Geschichte mit dem Gelähmten, der durchs Dach zu Jesus gebracht wurde. Durch die farbige Beleuchtung der wechselnden Sandbilder wirkten die Geschichten lebhaft und ansprechend. Es waren Momente zum Staunen. In exakter Übereinstimmung mit der Erzählung malten die feinen Fingerstriche am Bild weiter. Plötzlich standen Engel am Grab von Jesu und liessen die Soldaten verstummen. Die Besucherinnen waren  berührt und beeindruckt. Die Botschaft «Jesus lebt» stand klar im Raum. Nach besinnlicher Stille erntete das Künstlerpaar kräftigen Applaus für seine Darbietungen.

08.02.2018 :: Margrit Kipfer
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