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«So vieles wie möglich geniessen»
«So vieles wie möglich geniessen» Olympische Spiele:

Der SC Bern stellt mit acht Spielern den «Bärenanteil» der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft. Auch der Schlosswiler Simon Moser darf an die Olympischen Spiele.

Zuletzt gab der 28-jährige Schlosswiler und SC-Bern-Captain mehr wegen seiner Mittelfussverletzung zu reden denn wegen seiner Leistung. Doch der Routinier hat seine Sporen längst abverdient und weiss, wie es an Grossanlässen läuft. Über das Nati-Aufgebot hat er sich sehr gefreut.

 

Simon Moser, Sie dürfen nach Sotschi 2014 nun zum zweiten Mal an die Olympischen Spiele. Ist das Aufgebot noch etwas Spezielles? 

Doch, es ist immer noch aufregend, ein solches Aufgebot zu bekommen. Dieses Mal ist die Situation anders, weil ich von Anfang an dabei sein kann und an der Eröffnungszeremonie teilnehmen darf. In Sotschi kam ich ja erst später, direkt von der NHL, zu den Spielen. 

 

An den Olympischen Spielen wird den Zuschauern einiges mehr geboten als die sportlichen Wettkämpfe. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich am meisten auf das Hockeyturnier, hoffe aber, dass ich dieses Mal mehr mitkriege vom Drumherum und von den anderen Sportarten. In Sotschi schaffte ich es gar nicht zu den alpinen Disziplinen. Die waren etwas zu weit weg und ich hatte auch nicht richtig Zeit. Ich konnte nur ein paar vereinzelte Wettkämpfe, die auch auf dem Eis stattfanden, anschauen, etwa Eisschnellläufe und Eiskunstlaufen. 

 

Fiebern Sie für eine bestimmte Person besonders mit?

In erster Linie natürlich für alle anderen Schweizer Athleten. Beim Eishockey gibt es noch ein paar Kollegen, die für andere Länder spielen. Aber die erhalten meine Unterstützung selbstverständlich nur, wenn ihre Mannschaften nicht gegen uns spielen.

 

Dürften Sie denn überhaupt mitfeiern, wenn andere Schweizer Athleten Medaillen gewinnen?

An den letzten Olympischen Spielen konnte ich leider nie mitfeiern. Solange wir spielen, müssen wir uns konzentrieren und der Fokus liegt auf dem Hockey. Aber ich hoffe natürlich, dass wir am Schluss feiern können.

 

Sie schätzen also die Chancen der Schweizer Nati als gut ein?

Ja klar, unser Ziel ist es, zu gewinnen.

 

Wie werden Sie auf die Verhältnisse in Südkorea und auf die Reise vorbereitet?

Ich war noch nie in Südkorea. Wir bekamen schon im Sommer eine Broschüre mit ein paar Regeln. Ich müsste das wahrscheinlich noch einmal etwas genauer lesen. Geblieben ist mir, dass man in Südkorea erst essen oder trinken darf, wenn der Tischälteste begonnen hat. Ich denke aber, dass diese Regeln für uns im Olympischen Dorf nicht so streng befolgt werden müssen.

 

Welchen Tipp können Sie einem Olympia-Neuling geben? 

So vieles wie möglich geniessen, aber dennoch den Fokus auf seine Sportart nicht verlieren. 

25.01.2018 :: Olivia Portmann
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