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Sommerpause ade: Es ist wieder Zeit für Regio-Fussball
Sommerpause ade: Es ist wieder Zeit für Regio-Fussball Fussball:

Die -Vorbereitungsphase hat ein Ende; der FC Konolfingen in der interregionalen 2. Liga sowie neun 3.-Liga-Mannschaften nehmen am Wochenende den -Spielbetrieb auf.


 

Seit der Saison 2014/15 repräsentiert der Fussballclub Konolfingen erfolgreich die Region Emmental in der fünfthöchsten Liga der Schweiz. Mit bescheidenen finanziellen Mitteln holt der Verein Jahr für Jahr das sportliche Maximum heraus. «Als Dorfverein gehören wir in der interregionalen 2. Liga zu den Abstiegskandidaten Nummer eins, doch die Mannschaft, der Verein und das Trainerteam sind sich der Rolle des ‹David› bewusst. Wir werden alles daran setzen, uns die notwendigen Punkte so schnell wie möglich zu erkämpfen, damit der FCK weiterhin ein Teil dieser Liga bleibt», erläutert Trainer Hans-Peter Kilchenmann die Mentalität.

 

Erklärtes Ziel Klassenerhalt

Die zweite Aktivmannschaft Konolfingens schrammte im Frühling um Haaresbreite am Abstieg vorbei. Dementsprechend vorsichtig äussert sich Coach Markus Blättler bezüglich Zielsetzung. Es sei vermessen nach Höherem zu streben, der Ligaerhalt geniesse oberste Priorität. Die erste Bewährungsprobe für dieses Unterfangen wird am Sonntagmorgen (10.15 Uhr, Sportplatz Inseli) der FC Belp sein.

Vor seinem Engagement beim FC Grosshöchstetten trainierte Stephan Bruni den FC Dürrenast, Rot-Schwarz Thun und Zollbrück. Seit Bruni die Zügel bei «Höchi» in den Händen hält, resultierte zwei Mal in Folge der vierte Schlussrang in der 3. Liga, Gruppe 2. Kommt jetzt der Angriff auf die Tabellenspitze? «Bevor wir uns mit höheren Zielen befassen, steht für mich die Sicherung der Ligazugehörigkeit an erster Stelle», stapelt Bruni tief um dann aber doch anzufügen: «Klar, liebäugeln wir mit einem Platz unter den Top-Five.»

 

Ungewöhnlicher Trainer

Nach zweijähriger Amtszeit hat Daniel Eich aus freien Stücken seinen Posten als Coach des FC Biglen niedergelegt. Ab der Spielzeit 2017/18 übt Adrian Moser ein Doppelmandat aus. Nebst seiner Trainertätigkeit wird er weiterhin für die erste Mannschaft auf Torejagd gehen. Der 33-Jährige sammelte als Spieler Erfahrungen auf höchstem Niveau. Von 2002 bis 2006 kam Moser für den FC Thun sowie Yverdon-Sport total 52 Mal in der Nationalliga A zum Einsatz. Mit seinem Team hat der gebürtige Bigenthaler bislang einen Start nach Mass hingelegt. In Runde eins des Berner Cups eliminierte der FCB den Viertligisten C.F. España mit 6:0, dem folgte ein Sieg im Elfmeterschiessen über Frutigen.

 

Kleine Brötchen backen

Mit Schrecken erinnern sich die Mitglieder des SV Sumiswald an die Saison 2014/15 zurück. Denn sie sahen sich im Frühling 2015 mit dem Abstieg in die 4. Liga konfrontiert. Zwei Saisons dauerte das «Exil», nun ist der SVS zurück in der Berner Drittliga. «Es erwartet uns eine schwierige Saison, da sich mindestens sechs Teams in unserer Gruppierung berechtigte Aufstiegshoffnungen machen», prognostiziert Hermann Ryser. Der 53-Jährige betreut die Emmentaler seit fünf Jahren als Coach und will «so schnell wie möglich vom ‹Strich› wegkommen». Mit Herzogenbuchsee gastiert gleich am ersten Spieltag (Sa., 17 Uhr) der meistgenannte Favorit auf den Gruppensieg in Sumiswald.

Ähnlich wie Sumiswald backt der FC Oberdiessbach vor Saisonbeginn kleine Brötchen. Das Team von Markus Aeschbacher bewerkstelligte in der letzten Spielzeit den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga und steigt als Aussenseiter ins Rennen. Dem ersten Pflichtspiel im Berner Cup gewann Aeschbacher laut eigener Aussage wenig Positives ab. «Das Ausscheiden (0:3 gegen Obersimmental, Anm. d. Red.) war vollends unserer schlechten Leistung geschuldet», so der Trainer. Wiedergutmachung für das frühzeitige Cup-Out kann die junge FCO-Equipe am Samstag leisten. Beim Meisterschaftsstart trifft der Liga-Neuling auf Heimberg.

 

Die «Unvollendeten»

In den letzten sechs Jahren glänzte der FC Zollbrück mit einer Konstanz sondergleichen. Fünf Mal beendeten die Männer von Coach Bruno Zaugg die Spielzeit auf dem ersten Rang. Einzig die Aufstiegsspiele zur 2. Liga scheinen wie verhext zu sein, so hat der FCZ allesamt nicht zu seinen Gunsten entscheiden können. Jetzt nehmen die «Unvollendeten» einen neuen Anlauf! Allerdings plagen Zollbrück vor Beginn der Saison Verletzungssorgen. «Ja, die Vorbereitung war bislang alles andere als optimal», meint Zaugg, «doch gleichzeitig bieten die vielen Absenzen vor allem den jungen Spielern die Möglichkeit, sich in den Vordergrund zu drängen».

Seit der Saison 2009/10 steht Reto Flückiger an der Seitenlinie in Langnau. Mit dem FCL hat der 44-jährige Sekundarlehrer vom Aufstieg in die interregionale 2. Liga bis zum bitteren Abstieg in die 3. Liga alles miterlebt. In der Zielsetzung gibt er sich betont zurückhaltend. Man wolle Spiel für Spiel nehmen und versuchen, die junge Mannschaft stetig weiterzuentwickeln. Diesen Prozess vorantreiben soll ein altbekannter Rückkehrer. Der 21-jährige Liridon Gashi kehrt nach drei Jahren zurück zur «alten Liebe». Flückiger erhofft sich vom schnellen Mittelstürmer noch mehr Durschlagskraft in der Offensive.

 

Lebensversicherung weg

Mit Beendigung der letzten Saison hat die langjährige Topskorerin des FC Grosshöchstetten, Daniela Zünd, ihren Rücktritt erklärt. Als treffsichere Stürmerin war sie eine Art Lebensversicherung für die Equipe von «Übungsleiter» Peter Mosimann. «Jetzt müssen andere in die Bresche springen», fordert Mosimann. Der Coach strebt eine Verjüngung des Teams an: «Ziel ist es, die neu dazugekommenen Juniorinnen so zu integrieren, damit diese Ende Saison eine tragende Rolle in der Mannschaft einnehmen.»

Seit dem Frühjahr 2017 werden die Oberemmentaler Frauen von Mike Bachmann gecoacht. Den Abstieg in die 3. Liga konnte er zwar mit seinen «05ern» nicht verhindern, trotzdem blickt er positiv in die Zukunft. «Wir wollen eine Reaktion zeigen und uns vorne etablieren», beabsichtigt der 26-Jährige. 


 

10.08.2017 :: Adrian Frühwirt
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