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Weit weg von der Ideallinie
Motorsport:

Thomas Lüthi ist angeschlagen. Vom Wochenende in Australien muss er sich erstmal erholen. Nicht nur wegen des heftigen Sturzes am Sonntagmorgen im Warm-Up, weswegen er sich sogar beim Renndoktor untersuchen lassen musste. Im Rennen der Moto2-Klasse zum Motorrad-Grand-Prix in Phillip Island kam ein weiterer Tiefschlag dazu. Lüthi schaffte es gerade noch in die Topten, während sein Titelkonkurrent Franco Morbidelli beim Premierensieg der Marke KTM mit Miguel Oliveira und Brad Binder den dritten Platz feierte. Im Titelkampf ist der Italiener dem Schweizer nun um 29 Punkte enteilt – deren 50 können bei den abschliessenden WM-Läufen in Sepang (Malysia) und Valencia (Spanien) maximal noch geholt werden.

«In der WM sieht es für mich natürlich weniger gut aus», meinte Lüthi mit Blick auf die Gesamtwertung. Er sei froh um die Erholung, denn «ich kam an meine Grenzen, bin total ausgelaugt. Der Sturz im Warm-Up hat mich ernsthaft handicapiert».  Morbidelli hat sein Ziel erreicht: «Ich wollte auf das Podest und ich wollte mit Blick auf die Titelentscheidung vor Lüthi im Ziel sein». Den Kampf an der Spitze liess er aber erst bleiben, als Takaaki Nakagami (vermutlich auf einem durch den leichten Regen einsetzenden nassen Stück Asphalt) von der Strecke geschossen war. «Nimm die Punkte, Lüthi ist noch hinter dir», habe sich Morbidelli da gesagt.

Lüthi fährt derzeit, zur WM-Entscheidung, weit neben der Ideallinie. Es war der bereits dritte GP in Serie, bei welchem der Emmentaler nicht auf dem Podest stand. Gemessen an seinen 13 Podiumsbesuchen bis zum Österreich-GP Mitte August (darunter zwei Siege in Brünn/Tschechien und Misano/Italien) ist das eine gefühlte Ewigkeit… «Aber noch hat Morbidelli nicht gewonnen», mahnt Lüthi.

26.10.2017 :: Werner J. Haller
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