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Wenn alle Gäste dasselbe Zimmer haben wollen
Wenn alle Gäste dasselbe  Zimmer haben wollen Escholzmatt:

Das Jodlerchörli Lehn hat am vergangenen Samstag das Theater «Dürenand im Grand Hotel» uraufgeführt. Jodlermelodien fügen sich nahtlos in die fröhliche Komödie ein.

Elegant schreitet die Braut in ihrem strahlend weissen Kleid die Treppe herab. Die Kulisse bildet ein exklusives Hotel, das Noblesse und Weltgewandtheit ausstrahlt. Alles wäre bereit für eine Romanze. Doch plötzlich ist Schluss mit Charme und Anmut, denn die Braut will gar nicht heiraten! Auch der schwerhörige Hotelpage, der gerne ein Gläschen trinkt, will nicht so recht in das Bild passen! Und Richard Rochard, seines Zeiches Hoteldirektor, versucht zu retten, was zu retten ist. Im weiteren Verlauf des Stückes wird die Geduld des von Simon Strebel gespielten Gérante d’Hôtel auf eine harte Probe gestellt!

Eine Braut, die nicht mehr will

Unter der Leitung von Simon Strebel hat das Jodlerchörli Lehn am vergangenen Samstag das Theater «Dürenand im Grand Hotel» uraufgeführt, eine turbulente und vergnügliche Verwechslungskomödie aus der Feder von Sämi Studer, die auf einer Geschichte von John Graham aufbaut. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein Hochzeitspaar, gespielt von Leandra Küng und Beat Steffen. Sie will plötzlich nicht mehr heiraten, versteckt sich in der «Suite Calvin» und will die Hochzeit überdenken! Natürlich werden die Brauteltern jetzt etwas nervös! Die Suite Calvin ist es denn auch, die zum Zankapfel wird, weil drei Parteien darauf Anspruch erheben: Der umtriebige Nationalrat Ambrosius Ehrsam mit seiner Geliebten, ein verwöhntes Touristenehepaar und die rustikale Familie Meier aus dem Entlebuch. 

Der Brautvater greift zum Glas!

Mit dem fröhlichen Verwirrspiel ist dem Jodlerchörli Lehn ein weiteres Glanzstück gelungen. Der schnelle Erzählfluss wird nie unterbrochen, gebannt erwarten die Zuschauer die nächste Überraschung. Alle Beteiligten haben ihren individuellen Charakter deutlich herausgebildet und verleihen damit dem Stück Würze. Da ist zum Beispiel der resolute Brautvater Hugo Huber (Toni Portmann), der Herr der Lage bleiben will, sich dann aber doch zum Gin Tonic flüchten muss! Oder die launische Receptionistin Salome. Katja Portmann setzt die junge Frau, die mit Autorität stets etwas Mühe hat, glaubhaft und witzig in Szene.

Ein Jodellied zur Entspannung

Nicht unerwähnt bleiben darf der Jodlerchor, der in diesem Stück eine wichtige Rolle spielt. Unter der Leitung von Godi Studer ist es gelungen, die Lieder nahtlos in das Stück zu integrieren. Bekannte Melodien wie «Haruss!» von Robert Fellmann verleihen der Aufführung Schönheit und Tiefe. Nach dem Vortrag des letzten Liedes entscheidet sich die Braut doch noch für ihren Bräutigam. Einem Happy End steht nichts mehr im Wege! 

08.11.2018 :: Benjamin Stocker-Zaugg
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