Anmelden

Zum Artikel «Landwirte zeigten keine Freude an den neuen Gewässerräumen» in der «Wochen-Zeitung» vom 8. November 2018.

 

Der Gemeinderat informierte über die Teilrevision der Ortsplanung in Eggiwil. Zu Diskussionen Anlass gaben vor allem die Gewässerräume entlang der Emme und des Röthenbachs. Die Landwirte sind aufgebracht und wütend.

Ich persönlich verstehe die Bauern, man nimmt ihnen wertvolles Land weg, das sie brauchen, um ihre Tiere durchzufüttern. Viele Bauern haben sonst schon nicht viel Land und es ist klar, dass sie aufgebracht sind, wenn ihnen noch weggenommen wird. Ich verstehe auch den Gemeinderat, dass er nur das Beste für die Gewässer und für die Umwelt will und es nicht böse meint. Aber man sollte auch auf die Bauern achten. Ich möchte damit sagen, dass die Bauern sonst schon viele Auflagen haben und es mich nicht verwundert, wenn sie mal etwas sagen. Darum wäre ein Anliegen von mir, dass man die Bauer fairer behandelt, so dass sie auch ein gerechteres Leben haben. Denn gerade letzte Woche habe ich gelesen, dass etwa 35 Prozent der Suizidfälle Bauern sind und das kann und darf es einfach nicht mehr geben.

Corina Geissbühler, Eggiwil

Noch bis am 10. Dezember läuft das Mitwirkungsverfahren zum geplanten kantonalen Radweg Oberburg–Hasle. Für mich ist dieses Strassenprojekt eines der besten der letzten Jahre. Von dieser direkten und allwettertauglichen (asphaltierten) Verbindung werden vor allem die Pendler und Pendlerinnen der Gemeinden Lützelflüh, Rüegsau, Hasle und Oberburg profitieren. Mit einem gut ausgebauten Veloweg Hasle–Oberburg können vermehrt Leute zum Umsteigen auf dieses umweltfreundliche und schnelle Verkehrsmittel motiviert werden. Die Verkehrssicherheit für Velofahrer wird durch die Schliessung dieser Netzlücke extrem verbessert. Die (schmale) und sehr stark befahrene Kantonsstrasse würde mit weniger Velofahrenden für den Motorfahrzeugverkehr (insbesondere Schwerverkehr) besser passierbar.

Die ursprünglich geplante Führung im Bereich der Schrebergärten im Hornussi Hasle (Nordvariante) sollte unbedingt realisiert werden. Der Landbedarf wäre mit der Verwendung der bestehenden Zufahrt zu den Schrebergärten sehr moderat. Der Umweg über den Pfarrhausweg ist für die meisten Pendler von Hasle und Rüegsauschachen ungünstig und die bestehende Unterführung für einen Veloweg völlig ungeeignet.

Ernst Rüfenacht, Hasle

Das uneingeschränkte Funktionieren unserer direkten Demokratie hat auch dem schweizerischen Bauernstand in den letzten Jahren stets geholfen. Es ist daher von grosser Bedeutung, dass die schweizerische Verfassung die massgebende Rechtsquelle für die Ausgestaltung der Landwirtschaftspolitik bleibt! Agrarfreihandelsabkommen und internationale Verträge dürfen die schweizerische Verfassung nicht unterlaufen.

Die Selbstbestimmungsinitiative sichert auch in Zukunft, dass Volk und Stände abschliessend die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft festlegen können. Wäre dies nicht der Fall, wären Szenarien, wie sie Avenir Suisse und Economiesuisse predigen, plötzlich harte Realität. Diese Kreise wissen ganz genau, dass sie ihre Vorstellung einer liberalisierten Landwirtschaft nur mit den Brüsseler Bürokraten und ohne das Schweizer Volk durchbringen werden.

Damit sich die heimische Landwirtschaft sowie die vor- und nachgelagerten Bereiche auch in Zukunft mit ihren hochstehenden Produkten gegenüber der ausländischen Konkurrenz differenzieren kann, muss die Schweiz auch weiterhin abschliessend über die Ausgestaltung wichtiger Gesetze (zum Beispiel Raumplanung, Gentechnik, Lebensmittel, Umweltschutz, Tierschutz) selbst entscheiden können.

Ueli Gfeller, Schangnau

In der Schweiz bestimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bei allen wichtigen politischen Entscheiden, eine weltweit einzigartige Selbstbestimmung in der direkten Demokratie. Bundesrichter entschieden 2012, dass internationale Rechte im Falle eines Konflikts mit einer Verfassungsbestimmung vorrangig anzuwenden seien. Folge: Seither werden die Volksentscheide trotz Ja des Volkes zur Ausschaffung krimineller Ausländer und die Masseneinwanderungsinitiative wieder trotz Ja der Stimmenden von Bundesrat und Parlament einfach nicht umgesetzt. Die Schweizerbehörden haben somit die Verfassung samt Eid oder Gelöbnis gebrochen. In der Schweizer Demokratie haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das letzte Wort, nicht die Richter und Volksvertreter. Und die Menschenrechte? Die sind schon in der Bundesverfassung und werden in jedem Fall gewahrt. Kurzum: Es geht bei der Abstimmung über die Selbstbestimmung nicht um links oder rechts, sondern um die Grundsatzfrage, ob wir eine direkte Demokratie bleiben und die rechtliche Unabhängigkeit unseres Landes wahren wollen. Deshalb ist die Teilnahme am 25. November höchst wichtig. Ein Ja zur Selbstbestimmungsinitiative heisst Ja zur Demokratie und Unabhängigkeit der Schweiz. 

Toni Lauber, Escholzmatt
12345678910 letzter
Begeistert? Erfreut? Erbost? Berührt? Teilen Sie uns Ihre Sicht der Dinge mit - in einem Leserbrief. Versehen Sie diesen mit vollem Namen und Adresse. Anonyme oder ehrverletzende Einsendungen werden nicht abgedruckt. Die Redaktion behält sich vor, längere Leserbriefe in gekürzter Fassung zu veröffentlichen.

Wochen-Zeitung, Leserbriefe, Postfach 739, 3550 Langnau, info@wochen-zeitung.ch
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr