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Der Grossverteiler mit dem orangen «M» hat sein Geschäft in Langnau umgebaut. Aus dem fast heimelig wirkenden «M-Laden» ist ein grosses Warenhaus geworden. Etwas fällt auf: Gleich beim Eingang steht eine grosse graue Wand, voll bestückt mit diesen kleinen Self-Scanning-Geräten. In aufdringlicher Form wird hier aufgezeigt, was für Kundschaft man in Zukunft erwartet. Auf der anderen Seite des Geschäfts bilden sich vor den wenigen, noch bedienten Kassen immer längere Schlagen von wartenden Kunden. Die Botschaft ist klar: Die Kundin, der Kunde soll hier nicht nur einkaufen, sondern auch arbeiten, das heisst, die Arbeit der Kassierin übernehmen. In Langnau wird dieses System nicht funktionieren, da hat man noch Bodenhaftung und lässt sich gerne vom freundlichen Personal bedienen! Übrigens: Es gibt noch sehr viele kleinere Läden ohne Self-Scanning. 


Ernst Liechti, Landiswil

Ich lese in jeder Ausgabe sehr gerne die Rubrik «Auszeit», die üblicherweise bemerkenswerte Gedanken zu einem biblischen Thema enthält und von kompetenten Pastoren verfasst wird. 

Was jedoch Herr Burger in der letzten Nummer zum Thema Gott, Kain und Abel geschrieben hat, grenzt für mich schon etwas an Blasphemie. Aus den biblischen Aussagen sollte man eigentlich kein Kasperlispiel machen. Es ist nämlich kein Jux, was mit den beiden Brüdern Kain und Abel geschehen ist. Im Gegenteil, es sollte uns zum Überdenken anregen, wie wir mit Gottes Geboten umzugehen haben.

Hans Peter Plüss, Konolfingen

Am 29. März 2009 beschlossen 14 Mitglieder der «Initiative für eine natürliche Wirtschaftsordnung» hier in Langnau im Emmental, eine Vollgeld-Initiative ins Leben zu rufen. Am 10. Juni werden wir die Möglichkeit haben, mitzubestimmen, ob alles Geld in Zukunft von der Nationalbank hergestellt oder, ob das Geld auf unseren Giralgeld-Konten weiterhin von privaten Banken aus Luft gemacht wird. 

Neun Jahre lang haben sich Männer und Frauen für ein gerechteres Geld und vor allem für ein sicheres Geld eingesetzt – für unser Geld. Lassen wir uns nicht verwirren vom Gerede derer, die bisher auf unsere Kosten klammheimlich reich geworden sind. Es ist ganz einfach: Die Herstellung des Geldes gehört in die Hand des Bundes, denn nur Vollgeld ist sicheres Geld. Stimmen wir zur Vollgeld-Initiative Ja.

 



Elsi Reimann, Bärau

Zum Artikel «‹Neo 1› will alles unter einem Dach» in der «Wochen-Zeitung» vom 12. April. Als «Blickfang» wird der geplante markante «Silokomplex» am Dorf-eingang zweifelsohne wirken – ob aber mit positiver Wirkung auf das Dorfbild stelle ich sehr in Zweifel. Was an der Sache mehr stört, ist der Umstand (wenn er so wirklich stimmen sollte), dass die Behörden bereits in Vorfeld die benötigten drei Ausnahmen als «nicht unüberwindliche Hindernisse» taxierten. Bauvorschriften sind in allererster Linie einzuhalten und Ausnahmen bedürfen mehr als rein kommerzieller Gründe – was aber in den Akten nicht auszumachen ist. Die Aussage zum jetzigen Zeitpunkt zu einem dermassen prominenten, im Dorfbild erstmaligen Baukörper provoziert unnötigerweise Druck auf die Bewilligungsinstanzen.

 

Der Gewässerabstand wurde bereits in verschiedensten Baubegehren als Evangelium hochstilisiert und führte wohl mehrheitlich zu ablehnenden Entscheiden.  Überschreiten der Ausnützungsziffer bei gleichzeitigem Blick auf die paar vorgesehenen Parkplätze (bei 20 Mitarbeitenden) ist nicht einfach zu verstehen. Eine die zulässige Gebäudehöhe gleich meterweise überragende Fassade unter anderem als Unfallschutz-Abschrankung zu bezeichnen, bloss weil die Bauverordnung keine Maximalhöhe eines solchen vorsehe, ist an Abenteuerlichkeit kaum mehr zu überbieten.

Fritz Schneider, Langnau
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