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Die nachfolgenden drei Leserbriefe beziehen sich auf den Leser- brief «Viele Krokusse und viel Mist», erschienen in der Ausgabe von letzter Woche: Auch wir geniessen fast jährlich diese Krokus-Pracht. Auch ich bezweifle, ob diese Krokusse längerfristig eine Düngung, beziehungsweise eine Übermistung ertragen. Ich glaube jedoch, dass dieses Naturschauspiel eine der grössten Attraktionen des Emmentals ist. Man müsste Massnahmen ergreifen, welche für Landbesitzer und Besucher stimmen: • Auf einfache Art könnte man den Parkplatz für zirka 40 Autos ausbauen. • Die Parkplatzmiete wäre pro Fahrzeug mindestens fünf Franken (an jedem Schwingfest bezahlt man im Minimum so viel). • Mit dem Hinweis, dass die Krokusse mit Dünger verschont werden müssen und das den Gras-ertrag schmälert, könnte man zusätzlich einen freiwilligen Besucher- beitrag einkassieren. • Ebenfalls könnte man einen Käseverkaufsstand auf dem Parkplatz aufstellen. «Krokuskäse» müsste es sein! Ich wünsche kreative Ideen und viel Erfolg!   

 

Werner Stucki, Gümmenen

Seit vielen Jahren wird auf der Alp Rämisgummen der anfallende Mist auf der Weide verteilt. Ebenfalls seit vielen Jahren blühen im Frühling Krokusse, trotz Mist. Auch Krokusse brauchen Nährstoffe. Ich stelle fest, dass das Krokusfeld im Laufe der Zeit grösser geworden ist. Zu schaffen macht den Krokussen eher die jährlich stark zunehmende Blechlawine, die sich während der Blütezeit Richtung Rämisgummen bewegt. Dies bedeutet, hunderte von Menschen, die auf den Blüten-köpfen rumstehen. Und Touristen aus der ganzen Schweiz, die uns Anwohnern mit steigender Arroganz und Besserwisserei begegnen. Die beste Lösung des Problems wäre, die Zugangsstrasse von Mitte März bis Ende April für Auswärtige zu sperren. 



Helene Hofmann, Eggiwil

Wieder einmal mehr soll der Bauer der Sündenbock sein. Wenn die Krokusse verschwinden, hat er zu viel Naturdünger «Mist» verstreut. Von den vielen Menschen kaum zu reden, die viele Krokusse abknicken, indem sie rücksichtslos herumtrampeln, absitzen und abliegen um zu fotografieren. Von den vielen Hunden gar nicht zu reden, die ihr Bein heben, um sie zu bespritzen und auch noch Mist liegen lassen. Die langen Fahrten mit den Autos sind auch nicht gerade umweltfreundlich. 

Frieda Egli, Eggiwil

 

An der DV der SVP Schweiz ist die Partei als Retterin der Demokratie aufgetreten. Die Parteiexponenten verurteilen Andersdenkende in diesem Land. Gleichzeitig nehmen sie für sich in Anspruch, das gesamte Volk zu vertreten. Negativer Höhepunkt der Aussagen war das Unterstellen eines landesverräterischen Tuns aller nicht-SVP-konformen Personen, die sich dem «Gaunersyndikat» der EU preisgeben würden. Dabei verschonte die SVP-Chefetage niemanden: Nicht die anderen Parteien, nicht die über 70 Prozent Wählerinnen und Wähler, die entgegen der SVP-Führung anders denken und stimmen, nicht die Classe politique, nicht die Justiz. Sie alle werden von der 29-Prozent-Partei als «demokratiefeindliches Syndikat» bezeichnet. Das geht nun zu weit. Wir lassen uns von einer Partei mit Regierungsverantwortung keine staatsverachtenden Gaunermachenschaften vorwerfen. Die Kampfrhetorik der SVP ist nämlich keinesfalls Rettung, sondern die Bedrohung unserer Demokratie. Wir verurteilen dezidiert die gezielte Verrohung der politischen Sitten und die demonstrative Oberflächlichkeit in komplexesten politischen Fragen. 


Christian Ineichen, Präsident
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