Anmelden

Ich bin überzeugt, dass die Annahme der Initiative «Ja zu einer starken Volksschule» auf keinen Fall Unsicherheit im Bildungswesen auslösen wird. Im Gegenteil wird der Regierungsrat dadurch, dass das Volk eine demokratische Notbremse hat, seine Arbeit umso besser machen. Dass der Grosse Rat genügend Möglichkeiten hat, die Schule über die Finanzen zu steuern, wie der Regierungsrat behauptet, finde ich fraglich. Zum Beispiel muss das neue, teure Französischlehrmittel «Mille feuilles» jetzt für viel Geld überarbeitet werden, weil es schlicht nicht taugt. Da sehen wir doch, dass mit Geld gar nichts gesteuert wird, was für die Bildung förderlich ist. Sonst wäre dieses Lehrmittel nicht in dieser Form eingeführt worden. 



Heidi Reist, Sumiswald

Die Tatsache, dass wir eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit ausweisen, beweist, dass unsere Schule auf dem richtigen Weg ist. Der Lehrplan 21 stellt die an unsere schnelllebige Zeit angepasste Entwicklung unserer Schule sicher. Mit der Initiative soll vor allem dieser Lehrplan 21 gebodigt werden, Lehrplaninhalte sollen zukünftig im Grossrat diskutiert, möglicherweise sogar dem Volk vorgelegt werden. Dem Erziehungsdirektor wird unterstellt, den neuen Lehrplan praktisch im Alleingang einzuführen, ein unberechtigter Vorwurf. Das umstrittene Werk wurde von unzähligen Fachleuten entworfen und nach einer Vernehmlassung in der Lehrerschaft überarbeitet. Noch nie hatten wir im Kanton einen Bildungsdirektor, der derart intensiv den Kontakt zur Lehrerschaft gesucht hat, Anliegen entgegennimmt und in seine Arbeit einfliessen lässt, wie Herr Pulver dies tut. Ich habe den Verdacht, dass die Initianten nur solange eine Einheit bilden, als sie einen gemeinsamen Feind haben. Im Falle einer Annahme würde bald einmal ein grosses Hickhack um die zukünftige Gestaltung der Schule losgehen, was dem Wohl unserer Jugendlichen nicht förderlich wäre. Gerade weil ich für eine starke Schule bin, werde ich die Initiative «Lehrpläne vors Volk» ablehnen. 

Heinz Wittwer, Langnau

... dann wären wir über den Lehrplan 21 informiert. Dann wüssten wir, dass dieser von der Opec ausgeheckt wurde mit dem Ziel, auf der ganzen Welt den gleichen Lehrplan durchzusetzen. Die Opec ist eine Union von Wirtschafts-Oligarchen, die aus unseren Kindern angepasste Ja-Sager machen will. Wir wüssten, dass die Emanzipation der Frau von den Familien Rockefeller und Rothschild ins Leben gerufen und finanziert wurde, um den Zusammenhalt der Familien zu zerstören und aus uns Marionetten zu machen, die nicht mehr selber denken können. Der Lehrplan 21 zementiert dieses Ziel. Wie weit ihre Pläne funktionieren, erkennen wir an der Geschichte vom 11. September 2001. Bis heute haben die von der Billag finanzierten Medien dieses Märchen nie angezweifelt. Kritiker werden als Verschwörungstheoretiker abgetan. Wer die Arena mit Daniele Ganser gesehen hat, kommt vielleicht auf die Idee, seine Bücher zu lesen. Er beschreibt ausführlich, wie wir belogen und betrogen werden. Seit 40 Jahren lebe ich ohne Tageszeitung, Radio und Fernseher und bin dennoch informiert. Wenn wir diese entsorgen, bleibt uns Zeit zum Lesen, und wir können unsere Energie für positive Projekte verwenden.

Elsi Reimann, Bärau

Die Initiative «Für demokratische Mitsprache – Lehrpläne vors Volk!» soll in der Tat Lehrpläne unter demokratische Kontrolle und Grossratsbeschluss bringen und die Geheim-Gremiums-Beschlüsse am Volk vorbei (wie beim Lehrplan 21) beenden! Das hat nun mit politisieren nichts zu tun. Politik in einer Demokratie betrifft die öffentlichen Belange und die Wissensbildung des Volkes, und die Volksschule ist noch immer eine Bildungseinrichtung für das Volk und wird auch von diesem finanziert. Darum sollen neue Lehrpläne vom Kantonsparlament und vom Volk legitimiert werden und nicht wie beim Lehrplan 21 vom Erziehungsdirektor im undemokratischen Alleingang genehmigt werden. Das wird Sicherheit anstatt Unruhe ins Bildungswesen bringen! 

Elmar Filipot, Rüegsauschachen
erster 567891011121314 letzter
Begeistert? Erfreut? Erbost? Berührt? Teilen Sie uns Ihre Sicht der Dinge mit - in einem Leserbrief. Versehen Sie diesen mit vollem Namen und Adresse. Anonyme oder ehrverletzende Einsendungen werden nicht abgedruckt. Die Redaktion behält sich vor, längere Leserbriefe in gekürzter Fassung zu veröffentlichen.

Wochen-Zeitung, Leserbriefe, Postfach 739, 3550 Langnau, info@wochen-zeitung.ch
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr