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In der Moto2 wird wieder deutsch gesprochen

In der Königsklasse der Motorrad-WM reiht Tom Lüthi einen Nuller an den nächsten. Auch beim elften Lauf des MotoGP in Österreich ging er auf Platz 22 (über 50 Sekunden hinter Sieger Jorge Lorenzo/Sp, Ducati) leer aus: «Es war ein Wochenende zum Vergessen. Ich habe nie einen guten Rhythmus gefunden, die Reifen meiner Honda kamen nie auf Temperatur.» Dafür hat Lüthi seit Spielberg einen Vertrag im Sack. Ende Jahr verlässt der 31-jährige Emmentaler die MotoGP und kehrt eine Klasse tiefer in die Moto2 zurück, wo er in den letzten zwei Jahren Vizeweltmeister geworden war.

Überraschend kam es nicht, dass das deutsche Intact-GP-Team die Verpflichtung von Lüthi für die kommenden zwei Jahre bekanntgab. Die Angebote in der Moto2 waren reichlich. «Etwa zehn sind es einmal gewesen», sagt Lüthis Manager Daniel Epp. «Intact GP ist ein starkes, sicheres und gut organisiertes Team, in dem Spitzenleistungen möglich sind», begründet Lüthi seinen Entscheid. Seine Technik-Crew wird allerdings eine neue sein. Cheftechniker Gilles Bigot, mit dem Lüthi in den beiden letzten Jahren grosse Moto2-Erfolge feierte, bleibt beim Team Marc VdS. Aber das neue Team ist ambitioniert. Intact-GP erhofft sich mit dem Schweizer Routinier und Exweltmeister (2005 in der 125er-Klasse) Fortschritt und Erfolg. Seine erste Saison in der Motorrad-WM erlebte Intact-GP 2013. Gegründet wurde es von Stefan Keckeisen, Wolfgang Kuhn und Jürgen Lingg. Es wird also künftig wieder viel Deutsch gesprochen, auch mit Teamkollege Marcel Schrötter – und das gefällt Lüthi. Technikgespräche und ein Fahrgefühl vermitteln geht eben besser in der Muttersprache. Schon den WM-Titel 2005 in der Achtelliterklasse hat der Schweizer an der Seite von – Zitat Lüthi – «Technik-Gott» Sepp Schlögl aus Bayern gewonnen.

16.08.2018 ::
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