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Ein Podestplatz ganz nach Lüthis Geschmack

Der dritte Platz in der Moto2-Klasse des Motorrad-Grand-Prix‘ von Argentinien war glücklich. Das gab Thomas Lüthi zu: „Ich bin nicht traurig über diesen Podestplatz.“ Von der 2. bis zur 22. und vorletzten Runde hielt sich der Emmentaler abgeschlagen auf dem 4. Platz – ehe Alex Marquez, der Bruder des gleichnamigen, dreifachen MotoGP-Weltmeisters Marc, auf Rang 2 liegend den Podestplatz hinschmiss. Letztlich sind es solche Resultate, die Lüthi im Zusammenhang mit der in der Vergangenheit öfter vermissten Konstanz immer wieder anspricht. Vorne mitfahren, bei jedem Rennen, und zuschlagen sowie profitieren, wenn andere die Spitzenplätze oder WM-Punkte liegen lassen. Erst recht, wenn es wie in Argentinien aufgrund von Wetter- oder Streckenverhältnissen schwierig ist, das Motorrad richtig einzustellen.

Lüthi hat die ersten beiden Läufe (von 18) der Moto2-WM auf dem Podest beendet. Besser ist nur Franco Morbidelli: Der Italiener gewann nach dem Auftakt-GP in Katar auch jenen in Argentinien. Morbidellis Form ist saisonübergreifend beein-
druckend. Seit Ende Juni des letzten Jahres oder seit dem Holland-GP hat der 22-jährige Römer 10 von 13 WM-Läufen auf dem Podest beendet (2-mal Sieger, je 4-mal Zweiter und Dritter). 

Aber auch Lüthis Bilanz ist saisonübergreifend eindrücklich. Von den letzten sechs Grand Prix‘ seit Mitte Oktober 2016 in Japan beendete der 30-jährige Emmentaler fünf auf dem Podest (je 2-mal Sieger und Zweiter, 1-mal Dritter). Eine vergleich_

bare Erfolgsserie gelang ihm letztmals 2005, als 125er-Weltmeister.

„Auf dem Podest zu stehen, nach einem so schwierigen Wochenende, ist ein gutes Resultat“, gab sich Lüthi letzten Sonntag versöhnlich. Auf den Lorbeeren ausruhen wollen er und sein Cheftechniker Gilles Bigot sich aber nicht. Arbeit wartet: „Seit den ersten Testfahrten vor der Saison fehlt mir auf Morbidelli eine halbe Sekunde pro Runde. Die muss ich aufholen.“

 

 

GP-Report Termas de Rio Hondo

 

• Das Klassement des Moto2-Rennens: Franco Morbidelli (It), Kalex, 110,538 km oder 23 Runden in 39:50,036 Minuten (=166,4 km/h; 25 WM-Punkte). 2. Miguel Oliveira (Por), KTM, 1,683 Sekunden zurück (20 WM-Punkte). 3. Thomas Lüthi (Sz), Kalex, 10,551 (16). 4. Lorenzo Baldassarri (It), Kalex, 15,577 (13). 5. Xavi Vierge (Sp), Tech3, 24,527 (11). 6. Simone Corsi (It), SpeedUp, 24,783 (10). 7. Francesco Bagnaia (It), Kalex, 24,965 (9). 8. Sandro Cortese (De), Suter, 25,156 (8). 9. Brad Binder (RSA), KTM, 25,622 (7). 10. Hafizh Syahrin (Mal), Kalex, 25,933 (6). 11. Marcel Schrötter (De), Suter, 26,139 (5). 12. Luca Marini (It), Kalex, 26,456 (4). 13. Jesko Raffin (Sz), Kalex, 26,697 (3). 14. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 27,461 (2). 15. Jorge Navarro (Sp), Kalex, 27,826 (1). Ferner: 21. Alex Marquez (Sp), Kalex, 44,156. – 

 

• Schnellste Runde: Oliveira, 11. Runde in 1:43,414 Minuten (=167,3 km/h). - 32 Fahrer gestartet, 25 klassiert.

• Qualifikation (= Startaufstellung): 1 Oliveira, 4,806 km oder 1 Runde in 1:45,616 Minuten (=163,8 km/h). 2 Morbidelli, 0,099 Sekunden zurück. 3 Marquez 0,248. 4 Lüthi 0,374. 5 Raffin 0,437. 6 Mattia Pasini (It), Kalex, 0,528. 7 Cortese 0,529. 8 Vierge 0,557. 9 Xavier Simeon (Be), Kalex, 0,581. 10 Baldassarri 0,804. Ferner: 18 Aegerter 1,286.

 

• WM-Zwischenklassement nach 2 von 18 Rennen: 1. Morbidelli, 50 Punkte (2 Siege). 2. Lüthi 36. 3. Oliveira 33. 4. Baldassarri 21. 5. Vierge 18. 6. Takaki Nakagami (Jap), Kalex, 16. 7. Marini 14. 8. Bagnaia 13. 9. Marquez 11. 10. Corsi 10. Ferner: 14. Aegerter 7. 18. Raffin 5.

 

• Nächster GP: am 23. April 2017 in Austin/Texas (USA).


13.04.2017 :: Werner J. Haller, Redaktor Motorsport aktuell
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