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250 Tiere und ein Volksfest
250 Tiere und ein Volksfest Schüpfheim:

Die 16. Entlebucher Alpabfahrt war voller Höhepunkte. 13000 Besucher genossen das Brauchtum, welches sich in den schönsten Farben und Klängen präsentierte.


 

Die Entlebucher Alpabfahrt erzielte dieses Jahr mit 13’000 Besuchern einen neuen Rekord. Zum ersten Mal war auch das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 dabei und übertrug den Anlass live. Als um zehn Uhr das Dorf für den Verkehr gesperrt wurde, waren schon zahlreiche Leute unterwegs. Auf den Strassen wurden Erinnerungsanstecker verkauft, die der Alp Schlacht in Sörenberg gewidmet waren. Um viertel nach elf Uhr marschierte die Familie Distel mit ihrer Herde durch Schüpfheim, wie jedes Jahr als erste Gruppe, denn sie hat den längsten Weg. Von ihrer Alp Hintersteinetli am Fusse des Rothorns bis zu ihrem Hof in Doppleschwand muss sie 30 Kilometer zurücklegen, elf lagen noch vor ihr. 

Urchige Stimmung

Danach trafen auch die übrigen sechs Älplerfamilien von ihren Alpen in Sörenberg, Flühli, Schüpfheim und Hasle mit ihren mehr als 250 liebevoll geschmückten Tieren in Schüpfheim ein. Die Familie Portmann von der Alp Äbnistettili in Hasle hatte nicht nur ihre Kühe und Ziegen, sondern auch den Traktor mit gelben, leuchtenden Sonnenblumen geschmückt. Vor, zwischen und nach dem Durchmarsch der Tiere sorgten Jodlerklubs, Alphornbläser, Blasmusikanten und Tanzgruppen für urchige Stimmung. Den Schluss bildete kurz nach ein Uhr mittags die Herde der Familie Emmenegger von der Sörenberger Alp Witmoos. 

Der grosse Gesamtchor der Jodler und Alphornbläser trat mit den Fahnendelegationen der Älplerbruderschaften Farnere, Finsterwald, Fürstei und Salwideli auf der Kirchentreppe zur Abschlussvorstellung auf. Auch der traditionelle Betruf, vorgetragen von Heinz Schmid aus Flühli, durfte nicht fehlen. Danach spielten die Alphornbläser ein Stück von und mit Hermann Bieri und die Jodler stimmten «Dini Seel la bambele la» an. Den Abschluss bildete die Entlebucher Nationalhymne «Beichlejuz» von Franz Stadelmann. 

Die 28 Marktstände boten eine Vielzahl an Waren: Käse, Fleisch, Brot, viele weitere Biosphärenprodukte, Trycheln und Kunsthandwerk.  Ebenso viele Beizlis, Imbissstände und die neun Schüpfheimer Restaurants sorgten für das leibliche Wohl. Das Volksfest war in vollem Gange. 

 

03.10.2019 :: Bernadette Waser
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