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Beste Qualifikation, dann das...
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Endlich schaffte MotoGP-Rookie Thomas Lüthi in einer Qualifikation den Sprung in die Top 15, im Kampf um die Startpositionen sein bisher bestes Resultat in der Königsklasse der Motorrad-WM. «Die Bedingungen waren speziell, nachdem es schon im vierten Training geregnet hatte. Die Strecke war etwa je zur Hälfte nass und trocken. Aber ich fand meine Linie», sagte Lüthi nach der Zeitenjagd zum Grand Prix von Grossbritannien. Die Chance auf erste Punkte für den Emmentaler spülte der englische Regen aber weg. Der WM-Lauf am vergangenen Sonntag ging nicht nur baden, er ertrank viel eher im britischen Regen. Über viereinhalb Stunden hatten WM-Promoter Dorna, die Teamgemeinschaft IRTA, die Teams und die Fahrer diskutiert, bevor sie das Rennen kurz vor 17 Uhr endgültig strichen. «Wir wollten fahren. Aber die Sicherheit geht vor», sagte Marc Marquez, der Weltmeister der Königsklasse MotoGP. 

«Für die vielen Fans hier an der Strecke ist das natürlich ärgerlich. Aber bei solchen Bedingungen kannst du einfach kein Rennen fahren», erklärte Lüthi. «Auf der Aufwärmrunde hatte ich ein paar Mal Glück, weil meine Maschine auf dem Aquaplaning fast wegrutschte.» Dabei hatte sich der Schweizer tags zuvor in der bereits verregneten Qualifikation Startplatz 15 gesichert -  die bisher beste Ausgangslage in seiner MotoGP-Debütsaison und keine Sekunden hinter Superstar Valentino Rossi.

Wie gefährlich der Regen aber für die Fahrer sein kann, zeigte der Unfall von Tito Rabat. Er rutsche im verregneten vierten Training aus, mit ihm ein paar Mitstreiter, worauf eine Maschine Rabat traf und der sich einen offenen Oberschenkelbruch zuzog. Der Spanier wurde mittlerweile erfolgreich operiert. Aber nicht nur die Rennfahrer kämpften gegen die Tücken der vielen Pfützen auf der Strecke an: Sogar das Satefy Car hatte Mühe, die Spur zu halten.

Das letzte MotoGP-Rennen wurde im Oktober 2011 gestrichen, nachdem der Italiener Marco Simoncelli tödlich verunfallt war. Es ist aber das erste Mal seit 38 Jahren, dass ein Lauf in der Motorrad-WM wetterbedingt komplett abgesagt wurde. Auch die kleineren Klassen, die Moto2 (mit dem Schweizer Dominique Aegerter) und die Moto3, rückten ohne Rennkilometer wieder aus Silverstone ab. Schuld hatte aber unter dem Strich nicht der Regen an und für sich, sondern der neue Belag auf dem traditionellen Rundkurs. Dieser war vor allem wegen der vielen Unebenheiten notwendig geworden. Jetzt brauche Silverstone wieder einen neuen Belag, der Wasser wieder durchlässt, meinte Franco Uncini, der 500er-Weltmeister von 1982 und heutige Sicherheitsexperte des Motorrad-Weltverbandes FIM. «Wir werden das prüfen. Das wird rund sechs Wochen dauern. Aber es ist sicher: Silverstone braucht wieder einen neuen Belag.»  Dumm gelaufen!

30.08.2018 :: zvg.
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