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Dank positiver Zahlen kann im Freibad mehr saniert werden als geplant war
Dank positiver Zahlen kann im Freibad mehr saniert werden als geplant war Grosshöchstetten:

Die Sanierung des Freibads schreitet planmässig voran. Weil der Kredit von 3,5 Millionen Franken nicht ausgeschöpft wird, kann nun auch der Eingangsbereich erneuert werden.


 

Seit letztem September laufen die Bauarbeiten für die Sanierung des Freibades in Grosshöchstetten. Die Stimmbevölkerung hatte hierzu einen Kredit von 3,5 Millionen Franken gesprochen. «Bis heute sind bis auf fünf Arbeitsgattungen im Umfang von total 50’500 Franken alle Aufträge vergeben und der Gemeinderat darf damit rechnen, dass die Gesamtkosten deutlich unter 3,5 Millionen bleiben werden», schreibt dieser in einer Medienmitteilung. Je nach Schlussabrechnung erhielten sie vom Sportfonds einen Beitrag zwischen 250’000 und 320’000 Franken, ergänzt Gemeindepräsidentin Christine Hofer. Ein Beitrag in dieser Grössenordnung war zum Zeitpunkt der Abstimmung nur provisorisch zugesagt.

Warum kosten die Arbeiten nun weniger? Einerseits hätten die guten Angebote der Handwerker die Kosten gedrückt, sagt Magnus Furrer, Gemeinderat mit dem Ressort Bau und Liegenschaften. Andererseits habe es sich gelohnt, einen Planer beizuziehen, der sich auf den Bau und die Sanierung von Hallen- und Freibädern spezialisiert habe. «Zudem sind keine Schwierigkeiten aufgetreten», betont Furrer. «Zum Beispiel war der Beton, an dem die Stahlwannen befestigt wurden, in einem besseren Zustand als wir angenommen haben.» 

Föhre und Rohre müssen weichen

Aufgrund der positiven Entwicklung der Zahlen hat der Gemeinderat nun beschlossen, auch den Eingangsbereich des Freibades zu sanieren. So sollen die Föhre und die halbrunde Rampe zwischen dem Hauptgebäude und dem Abgang zu den ehemaligen Garderoben entfernt werden. «Der Baum wurde Anfang der 1970er-Jahre gepflanzt, als die Badi gebaut wurde», weiss Christine Hofer. Die Wurzeln hätten immer mehr Verbundsteine gelöst, eine Sanierung wäre in den nächsten Jahren sowieso angestanden. 

Auch die zwei Meter hohen Betonrohre, welche das Freibad gegen den Parkplatz hin abschliessen, sollen komplett entfernt werden. «Ein grosser Teil davon musste bereits weichen, um den Zugang zur Baustelle zu ermöglichen», führt Magnus Furrer aus. «Alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, wäre aufwändig gewesen und hätte auch einiges gekostet.» Nun biete sich die Gelegenheit, im Zuge der Bauarbeiten diese Ecke nicht nur zurechtzuflicken, sondern nachhaltig zu sanieren. 

Neue Rampe zu Technikräumen

Während der Planung sei der Eingangsbereich aus Kostengründen stiefmütterlich behandelt worden, sagt der Ressortleiter Bau. «Schon damals hat man gesehen, dass der Standort der Rampe nicht ideal ist.» Weil die Technik in den ehemaligen Garderobenräumen untergebracht ist, müsste der Bademeister mit dem Rasenmäher über die Terrasse des Restaurants zu den Grünanlagen fahren. Neu werde die Rampe südlich, also auf der gegenüberliegenden Seite, erstellt, so dass man mit Geräten und Maschinen direkt vom Technikgebäude zum Beachvolleyfeld und zum Rasen gelangen könne, erklärt Furrer. Das ermögliche einen effizienteren Unterhalt der Anlage. 

Weiter werde ein separater Zugang mit einer Treppe vom Parkplatz her zum Beachvolleyballfeld erstellt, damit dieses auch ausserhalb der Freibadsaison genutzt werden könne, ergänzt Christine Hofer. «Damit niemand zu den Bassins gelangen kann, wird dieser Bereich abgesperrt.» Der Platz, wo heute die Föhre steht, soll als Aufenthalt- oder Spielbereich dienen, etwa für Tischtennis, Tischfussball oder für eine Lounge, so die Idee des Gemeinderats. Durch das Entfernen der Föhre und der Betonelemente wird dieser neue Raum von aussen einsehbar. Der Parkplatz bleibt bestehen, auch am Zugang über den Eingang des Hallenbads ändert sich nichts.

Die Reserven brauchen

Für die zusätzlichen Arbeiten hat der Gemeinderat einen Kredit von 150’000 Franken gesprochen. Warum ein neuer Kredit? «Da es sich um eine Projektanpassung handelt, die bewilligungspflichtig ist und nicht im ursprünglichen Plan enthalten war, musste der Gemeinderat darüber befinden», schreibt dieser in seiner Mitteilung. Weil die Reserven von 200’000 Franken für die Badi-Sanierung nicht angezapft werden müsse, koste das Projekt unter dem Strich trotzdem nicht mehr als die 3,5 Millionen Franken, führt die Gemeindepräsidentin aus. «Natürlich hätte man den Betrag auch einsparen und den Kredit so deutlich unterschreiten können. Doch wenn wir in vier, fünf Jahren den Bereich sanieren müssten, würde das viel teurer als jetzt», begründet Christine Hofer das Vorgehen. Mit den zusätzlichen Arbeiten, welche die Bauzeit nicht verlängerten, könne die Freibadsanierung ganz abgeschlossen werden. 

Läuft weiterhin alles nach Plan, kann das Freibad in der ersten Hälfte Mai wiedereröffnet werden. Diese Woche werde das Garderobengebäude erstellt, erklärt Gemeinderat Magnus Furrer. Dann gehe es an die sanitären und elektrischen Anlagen, die Umgebungs- und Belagsarbeiten sowie das Beachvolleyballfeld. 

 

Baubesichtigung

Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung zu einer öffentlichen Baustellenbesichtigung ein. Sie findet am Samstag, 29. Februar, von 10 bis 15 Uhr, statt.


20.02.2020 :: Silvia Wullschläger
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