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Dert, wo aube d Schaf hei gweidet
Dert, wo aube d Schaf hei gweidet

Im Ämmitau u Äntlibuech hets bekanntlech viu stotzegi Börter, wo fasch nume vo Schaf chöi gweidet wärde. Hüt isch d Schafhautig i viune Fäu es Hobby, drnäbe gits ganz weni Burebetriebe, wo uf das Tier spezialisiert sy. Früecher sy d Schaf viu wichtiger gsy. Schliesslich lifere si grad mehreri Sache: Miuch, Fleisch u Wule. D Bedütig vo de Schaf zeigt sech o bi de Ortsnäme: Im Gebiet vor Wuche-Zytig hani gäge 50 Ortsnäme mitem Wort «Schaf» gfunge.

Ganz obe ir Hitparade isch «Schafbärg». Scho imene Dokumänt usem Jahr 1678 isch dr «Eschlismatter schaffbärg» erwähnt. Dass das Wort mit zwene «f» isch gschribe worde, isch denn nid ungwöhnlech gsy. Z Äschlismatt hets grad mehreri Schafbärge. Spitzeritter isch aber äue Flüehli – guet, das isch o die gröschti Gmein im Gebiet vor Wuche-Zytig u het am meischte Bärge: Nid weniger aus föif Steue i dere Gmein heisse «Schafbärg». O im Ämmitau gits settig Bärge; u zwar i de Gmeinde Dürreroth, Bowiu, Eggiwiu, Langnou, Röthebach, Signou, Trueb u Truebschache – hoffentlech hani kene überluegt. 

Äbefaus mehrfach hani «Schaf-egg» gfunge. Unger angerem heisst dr höchscht Punkt vor Äschleaup eso. Aber o im Trueb, z Röthebach u z Rütene bi Zäziwiu gits e Schafegg. 

Wüu die Schaf ja sehr trittsicher sy, bezeichne Ortsnäme mit «Schaf» o Steue, wo ganz eifach stotzig sy: Das passt zum Byspiu zu «Schafgrabe». Hieumenang gits drei Bäch, wo eso heisse u au sy stotzig u im Waud inne. Nume einisch hani hingäge «Schaffäud» gfunge, das isch z Oberhünige, u d «Schafhaude», fingt me im Trueb. Im Luterbach gits wyter no e «Schafchnubu» u amene stotzige Landstreife bir Schlossruine z Signou seit me «Schafloch». E äbene Platz, wo früecher öppe d Schaf gläge sy, heisst «Schafbode». Dass es im Schangou u z Röthebach e settige Bode git, erstuunt ja nid, dass es z Niederhünige e «Schafbode» git, de scho ender. Uf au Fäu heisst e chly weniger stotzige Platz imene Bort eso. Drü Mau gfunge im Gebiet vor Wuche-Zytig hani de o no «Schafrain», das passt o guet. Schliesslech isch e Rain o nid grad äben. 

Im nächschte «Ört u Näme» luege mir de no es paar spezieui «Schaf»-Ortsnäme a.   

 

28.02.2019 :: Bruno Zürcher
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