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Dert, wo ds Läbe ­zimli ruch isch gsy
Ört u Näme:

Es git im Ämmitau u Äntlibuech e ganzi Zilete vo Höger u Egge, wo ds Wätter bsungers ruch isch. Bi de Ortsnäme mit «Ruch» trifft das aber nid ganz zue. Das Wort meint nämlech nid nume ds -Wätter, sondern augemein, dass dert ds Läbe ruch isch gsy. Konkret bedütet das, dass ds Land schwär isch z bearbeite gsy. 

Vo däm här sy die «Ruch»-Orte ganz ungerschiedlech: Teu sy steinig und trochen, angeri ender sumpfig oder bsungers chaut, dass im Früehlig aues wott erfriere. Im Gebiet vor «Wuche-Zytig» gits öppe es Dotze settig Näme: «Ruchweid» isch eine vo dene. Die Aup liegt ar Schratteflueh, zimli grad ungerem Hängst. Scho i Akte usem Jahr 1696 isch die Aup erwähnt, denn auerdings no aus «Ruchschwand» – «Rukhen schwand». Ersch imene Dokumänt vo 1755 steit de ds erschte Mau «Ruch weid».

«Ruchschwand» gits ir Gmein Flüehli aber no hüt – aber chly wyter unger bir Hirsegg. U das het sini Bezeichnig nie gänderet. Scho 1643 isch «ruchen schwandt» notiert worde. 

D Gmein Flüehli isch rych a «ruche» Ortsnäme, es git nämlech no zwe meh: D «Ruchegg» liegt e chly nördlech vom «Ruchschwand» u när gits no uf dr angere Tausyte no «vorder» u «hinder Rüchi». Das isch i dr euti-
schte erhautene Queue, im Jahr 1596, mit «Rühe» beschribe worde. 

O im Ämmitau gits ruchi Orte: «Ruchsite» heisse mehreri Heimet u e Grabe im Hornbach, Gmein Sumiswaud, u schlicht «Ruch» heisst es Heimet ir Gmein Lützuflüeh. Angersch muess dr Ortsname «Ruchgrat» ir Gmein Röthebach dütet wärde. Scho im eutischte Ytrag, woni ha gfunge, gseht me, was dr Ursprung vo däm Ortsname chönnt sy. I Dokumänt vo 1525 steit nämlech «Rouchgradt». Gmeint isch aber nid Rouch vomene Füür, sondern ender Näbu. Dr «Rouchgrat» isch auso drfür bekannt gsy, dass dert bi bestimmte Wätterlage uffäuig viu Näbuschwade dürezieh. 

Südlech vom «Rouchgrat» isch – logisch – dr «Rouchgratgrabe». Intressant wirds aber im Norde: Dert gits dr «Runggislochgrabe». Was meint äch «Runggi»? Sicher e Name. Aber wele? Im schwyzerdütsche Wörterbuech Idiotikon steit, dass «Runggi» aube e Koseform vo «Maria» syg.  


 

06.06.2019 :: Bruno Zürcher
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