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Die BWO plant ein neues Schulhaus auf der Kniematte
Die BWO plant ein neues Schulhaus auf der Kniematte Langnau:

Die Stiftung BWO plant, die Heilpädagogische Schule (HPS) in Langnau in den kommenden Jahren durch einen Neubau auf der Kniematte zu ersetzen.

«Das Gebäude der Heilpädagogischen Schule der Stiftung BWO in Langnau ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen eines modernen Schulbetriebes.». Dies schreibt die Stiftung in einer Medienmitteilung. Eine Überprüfung für eine mögliche Sanierung des heutigen Standorts an der Kreuzstrasse in Langnau habe ergeben, dass die Kosten unverhältnismässig hoch wären. «Darum möchte der Stiftungsrat der Stiftung BWO, einen Neubau auf der «Kniematte» in unmittelbarer Nähe zur Regelschule realisieren», heisst es weiter. Gerne hätte die BWO ihre Pläne den Anwohnerinnen und Anwohnern an einer Veranstaltung vorgestellt. Weil dies derzeit nicht möglich ist, fanden diese gestern ein Informationsschreiben im Briefkasten vor.

«Die Gemeinde Langnau unterstützt das Projekt der Stiftung BWO und zeigt auf jeder Ebene an einer Zusammenarbeit Interesse», schreibt die BWO. Die örtliche Nähe zur Regelschule ermögliche zukünftige Entwicklungen (siehe Kasten).

Auf Bauland der Gemeinde

Der geplante Standort der Heilpädagogischen Schule befindet sich in der Zone für öffentliche Nutzungen für Schulbauten südlich des Mehrfamilienhausquartiers entlang der Lindenstrasse/Napfstrasse und nordöstlich der neuen 3-fach-Sporthalle der Primarschule Langnau. Der Projektperimeter umfasst einen Teilbereich der im Eigentum der Gemeinde liegenden Parzelle – rund 4500 Quadratmeter. Der Gemeinderat sei bereit, dieses Land im Baurecht an die Stiftung BWO abzutreten», heisst es weiter. Wo genau das Gebäude zu stehen komme, werde im Rahmen eines Architekturwettbewerbs geklärt, sagt Geschäftsführerin Kathrin Wanner. Der Parkplatz auf der Kniematte werde aber nicht tangiert.

Exakte Grösse noch nicht bekannt 

Die Grösse und Anzahl Geschosse sind noch nicht bestimmt. «Um optimale Betriebsabläufe und die Barrierefreiheit bestmöglich zu gewährleisten, ist für die zukünftige HPS ein Gebäude mit einer möglichst geringen Geschosszahl vorgesehen», so die Geschäftsführerin. Die Klärung von Details erfolge im Rahmen des Architekturwettbewerbs und im Dialog mit allen Anspruchsgruppen. «Hierbei ist auch der Einbezug der Anwohnerinnen und Anwohner durch eine Vertretung vorgesehen», stellt Kathrin Wanner in Aussicht. Derzeit werden die rund 50 Kinder in acht Klassen von zirka 30 Lehrpersonen, Praktikanten und Therapeutinnen betreut. Wie im bisherigen, sind auch im neuen Schulhaus acht Klassenzimmer sowie Therapie- und Aufenthaltsräume vorgesehen.  

Laut Terminplan soll der Studienauftrag von April bis Dezember 2020 laufen. Nach Überarbeitung und Planung ist die Eingabe des Baugesuchs im zweiten Quartal 2022 vorgesehen. Ende 2022 soll mit dem Bau begonnen werden und im dritten Quartal 2025 ist die Fertigstellung geplant. 

Neue Nutzung fürs alte Gebäude

Für das jetzige Schulgebäude wurde ein Baurecht mit dem damaligen Asyl Gottesgnad (heute Dahlia) im Baurecht abgeschlossen. Dieses Baurecht endet im Jahr 2025. Wie wird die Parzelle und das Gebäude nach dem Auszug der HPS genutzt? Dazu Dahlia-Direktor Urs Lüthi: «Wir werden nun zusammen mit der Physio Kipfer, die unsere Partnerin ist, sorgfältig mögliche Nutzungen entwickeln.»

Gesellschaftlicher Entwicklung Rechnung tragen

«Die Stiftung BWO will mit einem Neubau der HPS bei der Regelschule den heutigen politischen wie gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragen und ihrem Leitgedanken Offen für Veränderung und Wandel nachkommen», schreibt sie in einer Medienmitteilung. 

Im Jahr 2022 werden die HPS von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (neu Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion, GSI) zur Erziehungsdirektion (neu Bildungs- und Kulturdirektion, BKD) wechseln. Gleichzeitig entsteht ein neues Volksschulgesetz, das sich an der Devise «Bildung für alle» orientiert. Die HPS kommen unter das Dach der Volksschulen. «Somit sind sie zukünftig nicht nur rechtlich ein Teil der Volksschule, sondern werden auch so wahrgenommen. Damit und auch mit dem Neubau der HPS in Langnau können das Bewusstsein in der Gesellschaft für die Rechte der Menschen mit Beeinträchtigungen und ihrer Würde verstärkt und gefördert sowie Berührungsängste abgebaut werden», schreibt die BWO weiter. «Die Kinder sind schon von klein auf besser in der Gesellschaft integriert, lernen, sich darin zu bewegen und besser mit möglichen Hindernissen umzugehen.»

26.03.2020 :: Jakob Hofstetter
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