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«Die Disziplin ist ein Problem»
«Die Disziplin ist ein Problem»

Fünf Spiele sind absolviert und man wird noch nicht so richtig schlau aus den SCL Tigers. Da ringen sie am vergangenen Freitag den EV Zug, den am meisten genannten Favoriten auf den Meistertitel, in einer packenden Begegnung und mit viel Einsatz, Kampfeswille und Drang zum Tor mit 5:3 nieder. Und nur vier Tage später, am Dienstagabend in Ambri, ist gegen den am meisten genannten Abstiegskandidaten, von all dem nur noch wenig zu sehen. Dazwischen gab es am Samstag in Biel – nach einer 2:0-Führung – ein unglückliches 2:3 nach Penaltyschiessen.

Oft auf der Strafbank

Was auffällt: Die Langnauer haben ihre grosse Stärke, die Disziplin, noch überhaupt nicht im Griff. Bei der Niederlage in Biel fassten sie acht kleine Strafen, in Ambri sogar elf. In beiden Partien fielen als Folge dessen spielentscheidende Gegentreffer. Nach fünf Spielen wurden gegen die Tigers bereits 36 Zweiminutenstrafen ausgesprochen. Das ist viel zu viel, und deshalb wenig überraschend, negativer Spitzenwert in der ganzen Liga. Letzte Saison noch sah dies ganz anders aus, in 50 Qualifikationsspielen erhielten nur Lausanne und der spätere Meister Bern noch weniger kleine Strafen als die Emmentaler, was zweifellos ein Grund für die Playoff-Qualifikation war.

«Die Disziplin ist ein Problem», sagt denn auch Verteidiger Federico Lardi. Der Puschlaver bezieht sich dabei jedoch nicht nur auf die zu vielen Strafen. «Es fehlt auch die Disziplin in der Spielweise. Wir müssen wieder einfacher spielen und mehr kämpfen und laufen.» Es darf darauf gewettet werden, dass Trainer Heinz Ehlers seine Spieler eingehend daran erinnern wird. Viel Zeit hat der Däne dafür aber nicht, bereits morgen Freitag gastieren die ZSC Lions in der Ilfishalle. Das Zürcher Star-Ensemble hat nach dem blamablen Verpassen der Playoffs vieles gut zu machen und in den letzten Spielen bereits angedeutet, dass sie dazu auch tatsächlich gewillt sind. Am Samstag folgt das Auswärtsspiel bei Rapperswil-Jona, wo schon lange keine Gratispunkte mehr abgegeben werden. Im Gegenteil: Die Rosenstädter sind mit vier Siegen aus fünf Partien das bisherige Überraschungsteam der Saison. Mit dem Tschechen Roman Cervenka, der zuletzt drei Spiele in Folge in der Verlängerung entschieden hat, haben die Lakers eine echte Attraktion in ihren Reihen.

26.09.2019 ::
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