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Die Röthlisberger AG sichert sich den grössten Auftrag ihrer Geschichte
Die Röthlisberger AG sichert sich den grössten Auftrag ihrer Geschichte Schüpbach: Der Bund baut in Bern ein Bürogebäude in dem 4700 Personen arbeiten werden. Zuvor gehen dort Baufirmen ans Werk – wie die Schreiner­manufaktur Röthlisberger. 
Nicht nur das Auftragsvolumen von 6,4 Millionen weiss zu beeindrucken. So kann die Röthlisberger AG für das neue Verwaltungsgebäude am Guisanplatz in Bern in den kommenden zwei Jahren beispielsweise 600 Türen herstellen und montieren. Nebst den Türen, welche die einzelnen Büroräume abschliessen, gehören auch Trenn- und Elementwände sowie Einbauschränke zum Auftrag, den sich die Schreinerei aus Schüpbach gesichert hat. «Wir konnten schon ab und zu Arbeiten für mehr als eine Million Franken ausführen», meint Adrian Röthlisberger, Vorsitzender der Geschäftsleitung. «Einen so grossen Auftrag hatten wir aber noch nie.»

Bund investiert 400 Millionen

Mit einem Gesamtvolumen von über 400 Millionen Franken sei das Verwaltungszentrum, das auf dem Areal des ehemaligen eidgenössischen Zeughauses entsteht, für die gesamte Region Bern «ein grosses Tütschi», fügt er an. Die Firma aus Schüpbach ist Teil dieses gewaltigen Bauvorhabens. Bereits 2014 hat sie sich beim «Beschaffungsobjekt b912-12» um das «Los 1 – Innentüren aus Holz; Elementwände; Trennwände» beworben – nun erhielt sie den Zuschlag. «Wir wissen nicht, wie viele Firmen sich für den Auftrag beworben haben und aus welchen Ländern diese stammen», erklärt Stefan Röthlisberger. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und kümmert sich um den Bereich Produktion und Planung. Hauptkriterium war bei der Vergabe der Preis (70 Prozent), daneben wurden bei dem Vergabeverfahren die Referenzen mit 30 Prozent gewichtet. Die Röthlisberger AG hat neben der eigentlichen Offerte einen umfangreichen Katalog  eingesandt, welcher über die Firma wie auch über etliche realisierte Projekte informiert.
Obwohl die Schreinermanufaktur Röthlisberger mit 115 Festangestellten ein grosser Betrieb ist, will ein solcher Auftrag geplant sein. «Alleine die Logistik ist nicht zu unterschätzen», nennt Stefan Röthlisberger ein Beispiel. Wo kann die riesige Menge an Holz zwischengelagert werden? Wann kann es auf welcher Maschine bearbeitet werden? Wie können die vorgefertigten Bauteile auf die Baustelle transportiert werden? Das sind nur drei Fragen, mit denen sich Stefan Röthlisberger und sein Team zu beschäftigen haben. «Für uns ist sehr wichtig, dass das Bauprogramm strikte eingehalten wird», fügt er an, «sonst gerät der gesamte Fahrplan durcheinander.» Während zweier Jahre werden durchschnittlich um die 15 Personen mit diesem Auftrag beschäftigt sein – von der Detailplanung, welche bereits aufgenommen wurde, bis zur Montage in Bern. «Wir wollen alle Arbeiten mit eigenen Leuten ausführen», sagt Adrian Röthlisberger und weist darauf hin, dass sie derzeit noch Monteure suchten.

Mehr und flexiblere Mitarbeiter  

Nur dank flexibler Mitarbeiter sei es möglich, Arbeitsspitzen zu meistern, wie dies solche Grossprojekte mit sich bringen. Wegen der hohen Auslastung des Betriebs arbeiten seit einigen Wochen rund 35 Mitarbeitende zusätzlich für die Röthlisberger AG, zudem sei die Wochenarbeitszeit generell um eine Stunde erhöht worden. «Wenn nötig arbeiten einige Angestellte auch am Samstagvormittag», erklärt Adrian Röthlisberger.
Wer weiss, vielleicht müssen die Chefs der Röthlisberger AG noch um mehr Flexibilität bitten. Sie haben bei der Grossbaustelle in Bern noch weitere Eisen im Feuer.
02.06.2016 :: Bruno Zürcher
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