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Dr Signouerhof isch zunere Beiz worde
Vo früecher:

Z letscht Mau hani vor Wirtschaft vo Signou u Schüpbach verzeut – unger däm Wort versteit me ja o no öppis angersch: Aagschribnigi Hüser. Dass de ja niemer cha säge, i machi Schlychwärbig, verzeuenech vonere Wirtschaft, wos hüt nüme git. Drzue göh mir vorem geischtige Oug i d Dorfstrass 34 u stöh de vorem ehemalige Signouerhof. 

Die ehemaligi Wirtschaft isch früecher o e rächt grosse Burehof gsy. Me cha säge, dass fasch aus Land dr hüttige Bahn nah u no ueche bis zum Schueuhus einsch zu däm Heimet het ghört. 

Das stattleche Heimet het früecher aus Lächeguet zum Schoss Signou ghört. Dr Buur het am Schloss au Jahr müesse zinse:
Zäh Mäss Dinku u zäh Mäss Haber (1 Mäss sy 14 Liter – aui Chornsorte het me frücher so gmässe, nid gwoge, wie hüt). Drzue het me am Schlossherr no es auts un es jungs Huehn müesse bringe, zäche Eier u 15 Schilling i bar. Dr Herrschaft vom Freiweibu vo Worb het drzue o no einisch jedes Jahr 2½ Mäss Haber übercho. U o dr Pfarrer vo Signou het no Lohn wöue: Ihm het me müesse 14 Liter Haber für ds Ross abliefere u derzue no eis Huehn – das isch de äue füre Pfarrer gsy. 

Dä Burehof het de 1786 amene Hans Dällebach ghört. Er het ne denn am Daniel Bieri verchouft. Dene Bieris het scho d Mühli z Schüpbach ghört. Im Jahr 1804 het aber si Witwe das Heimet wieder verchouft. 

I dere Zyt chunt e Familie Aeber-soud uf Signou, wo vo Aeschle bi Oberdiessbach stammt. Die Aebersouds hei 1801 zersch
dr Burehof z Schüpbach (hüt Rüegsegger) kouft, si Brueder Hans de 1804 ds Heimet z Signou. 

Dr Hans het buret u de gäng e chly vergrösseret u boue u drzuekouft. Es Stöckli u es Ofehus sy drzue cho. 1845 het du aber si Suhn Fritz aagfange, z wirte u o z braue. Usem Hof isch d «Wirtschaft zum Signouerhof» entstange u dert isch eigets Bier usgschäicht worde. Er
het sogar no es Patänt fürne Schnapsbrönni übercho. Drzue het er o no es Heimet uf dr Fuhre, gäge Signou Höchi ueche, kouft. Me het guet verdient bim Wirte u Braue. Ds Bierbraue isch denn so richtig ufchoo, wüu dr Herr von Linde z Dütschland d Chüeumaschine het erfunge. Drmit isch es z erschmau müglich worde, o grösseri Mängi Bier z mache. Vorhär he me ds Bier nid lenger weder zwe bis drei Tag chönne lagere – oder sofort treiche. 



02.05.2019 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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