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Es git o Ortsnäme, wo gluschtig mache

Es git o Ortsnäme, wo gluschtig mache

I chume uf die verschiedenschte Arte zu interessante Ortsnäme. Mängisch fragt mi öpper, mängisch gsehni e Wägwyser mitere Bezeichnig, wo intressant tönt. Ganz wichtig sy o Charte. Uf de Wandercharte u i de historische Charte fingt me ganz viu. Itz hani aber zersch mau e Ortsname inere Spys-Charte gseh: Chrampfelehn-Schöfigs. Dert isch offebar es legendärs Gricht mit Schaffleisch kochet worde. 

Dr Ortsname «Chrampfelehn» het mit Choche an sich nüt z tüe. Ds Wort «Chramf» chunnt vom Authochdütsche «chramph» u das meint «krümmt», «schmau», «yzwängt» – vo dämm här hätti ender es Yklemmts dert häre passt. D Laag vom Huus «Chrampfelehn» ligt nämlech yklemmt zwüschem Griesbach u dr Strass vo Sumiswaud gägem Weier. Die Bezeichnig wird scho es Zytli brucht. Uf au Fäu isch 1792 i eim vo de Turmbüecher «im Krampfenlehn hinter Sumiswald» gschribe worde. I dene Büecher sy d Verhör protokolliert worde, wo im Chäfigturm sy gmacht worde. Die, wo de im Turm hei müesse blybe, wäre äue froh gsy, wes einisch Chrampfelehn-Schöfigs hät gäh. 

We mer scho grad bi Spezialitäte sy: Schnägge! Dr Minder Hans het im «Vo früecher» emau gschribe, dass bi de bessere Lüt aube o Schnägge syge gässe worde. D Ortsnäme mit «Schnägg» hei aber nüt mit ässe z tüe. 

Da gits afe einisch Gebiet, wos uffäuig viu Schnägge git: Das dörfti bim «Schnäggeweidli» z Oberhünige dr Fau gsy sy u äue o z Oberburg bir «Schneggen matt inn der Stein grub am luterbach gelegen», wo imene Urbar vo 1535 erwähnt isch. 

«Schnäggeloch» gits ir Gmein Rüegsou u z Oberried, wo zur Gmein Lützuflüeh ghört, obschon, dass das näbe Obergoudbach isch. Dert isch o müglech, dass es viu vo dene Tierli het gha. Aber «Schnäggeloch» meint äue ender, dass es e chlyne Bitz Land isch, wo nid viu wärt isch. 

No einisch angersch isch dr Fau bim «Schnäggerain». Das fingt me bi Oberburg u bi Marbach. Dä Ortsname geit de ender ufne Haubschlitte zrügg, wome Schnägg het gseit. Die hei vore Kufe gha u hinger e Achs mit Redli. Vo dene Schnägge hets hie ganz Hüüfe gäh. Si sy gländegängiger gsy aus e Brügiwage u gäbiger aus e Schlitte – u hei chly usgseh wiene Schnägg.   

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri. Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch



25.04.2019 :: Bruno Zürcher
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