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Favorit Küng kennt die Strecke in Langnau
Favorit Küng kennt die Strecke in Langnau Radsport:

Wenn die Tour de Suisse am Samstag ins Rollen kommt, werden nicht weniger als 16 Schweizer am Start sein. Der Grund für die rekordverdächtige Anzahl an einheimischen Fahrern ist eine Sonderregelung des Radweltverbandes UCI, der einer Auswahl des Schweizer Nationalteams die Starterlaubnis erteilte, obwohl dessen Fahrer nicht Mitglied eines World-Tour-Teams sind. Sieben Fahrer, welche für gewöhnlich fernab des Rampenlichts Rennen fahren und von der breiten Masse kaum beachtet werden, erhalten so die Chance, sich mit der Weltspitze zu messen. «Die Tour de Suisse ist für diese jungen Athleten das perfekte Schaufenster. Es gilt, diese Chance zu nutzen», sagt Marcello Albasini, sportlicher Leiter des Nationalteams.

Gut vorbereitet 

Daneben sind neun arrivierte Schweizer Profis gemeldet. Und vielleicht trägt einer von ihnen am Samstagabend nach dem Zeitfahren in Langnau bereits das gelbe Leadertrikot. Denn mit Stefan Küng vom französischen Team Groupama-FDJ geht ein echter Zeitfahrspezialist an den Start. Im Vorjahr siegte der 25-Jährige mit seinem Team im Mannschaftszeitfahren, wo-rauf er für einige Tage das gelbe Trikot tragen durfte. Zum Schluss der Tour gewann er dann gar das Einzelzeitfahren in Bellin-zona. Und auch für den 9,5 Kilometer kurzen Prolog von Langnau nach Zollbrück und zurück am Samstag scheint er gewappnet zu sein. «Ich habe die Strecke in Langnau bereits besichtigt und weiss genau, was auf mich zukommt», sagt der Thurgauer. Die Konkurrenz aber ist hart. Denn mit dem Australier Rohan Dennis tritt kein Geringerer als der amtierende Zeitfahrweltmeister an.

Die besten Chancen auf eine gute Platzierung im Gesamtklassement hat aus Schweizer Sicht Mathias Frank. Der 32-Jährige war bereits in den vergangenen beiden Jahren bester Schweizer. Im Jahr 2014 beendete der Luzerner die Rundfahrt sogar auf dem Podest (Rang 2). Gespannt darf man auch auf die Leistungen von Marc Hirschi (20) sein, der seine erste Saison als Profi bestreitet. Der Berner wurde im letzten August U23-Europameister im Strassenrennen und einen Monat später in derselben Kategorie und Disziplin gleich auch noch Weltmeister. Marc Hirschi gilt deshalb als grosse Schweizer Nachwuchshoffnung, manche sehen in ihm sogar bereits den Nachfolger von Fabian Cancellara. 

Mit Steve Morabito und Michael Albasini (beide 36) sind zudem zwei Routiniers am Start, welche in der Vergangenheit bereits Etappensiege an der Tour de Suisse feiern konnten. 

13.06.2019 :: Christoph Schär
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