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«Good Friday»

Wieso heisst der morgige Freitag eigentlich Karfreitag? Viele denken vielleicht zuerst daran, dass sie die kommenden Tage frei
haben und bald die Schokoladen-Hasen gegessen werden können.

Der Begriff Karfreitag geht zurück auf das Wort «kara», welches man mit «Trauer» übersetzten könnte. Auf Englisch heisst der morgige Tag «Good Friday» und das nicht, weil er «gut» ist, sondern in der Bedeutung «heilig». Wie kann dieser Tag zugleich von Trauer und von Heiligkeit geprägt sein und darüber hinaus ist das noch ein Grund zum Feiern?

Jesus feierte am Donnerstagabend mit seinen Jüngern das Passahmahl, so wie es die Juden während Jahrhunderten getan haben. Dabei dachten sie bei einem Essen daran, wie das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten gerettet wurde. Alles dabei hat eine genaue Bedeutung:
Bitteres erinnert an die Not in Ägypten, Wein steht für die geschenkte Freiheit, ungesäuertes Brot an den schnellen Aufbruch und das gebratene Lamm dafür, wie Gott die Israeliten vor Strafe bewahrt hat.

Jesus überrascht alle, als er während des Essens sagt, dass der Wein und das Brot dafür stehen, dass er selbst sterben wird für alle Menschen. Damit zeigt er, dass das Passahlamm auf ihn hinwies und schon am nächsten Tag wird es wahr: Jesus, Gottes Sohn und damit Gott selbst, stirbt aus Liebe zu uns. Durch den Glauben tragen wir keine Strafe, sondern werden unverdient mit Vergebung beschenkt. Deshalb ist Karfreitag ein Trauer-tag, weil er uns zeigt, wie sehr wir in Schuld verstrickt sind. Aber es ist auch ein heiliger Tag, weil wir daran sehen, wie bedingungslos Gott uns liebt. Und es ist zusammen mit Ostern ein Tag zum Feiern, weil nicht Sünde und Tod das letzte Wort haben, sondern ein gnädiger Gott alles getan hat, damit wir mit ihm
Gemeinschaft haben können.


18.04.2019 :: David Jany, Pastor, FEG, Sumiswald
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