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Hochwasserschutz Churzeneigrabe: Personen schützen, Strasse sichern
Hochwasserschutz Churzeneigrabe: Personen schützen, Strasse sichern Wasen:

Die Schwellenkorporation Sumiswald will den Churzeneibach und seine Zuflüsse instand stellen. Für die punktuellen Massnahmen sind 700’000 Franken veranschlagt.

In der Gemeinde Sumiswald sind die Verbauungen des Churzeneibaches und seiner Zuflüsse stellenweise defekt oder fehlen gänzlich. Bei intensiven Niederschlägen könnten Schäden an der Gemeindestrasse entstehen. «In den steilen Hängen der Seitengräben liegt zudem viel altes Sturmholz und es besteht die Gefahr, dass bei einem Hochwasserereignis Schwemmholz durch den Churzenei-bach -geführt wird, was zu Folgeschäden an Verbauungen und Brücken, aber auch zu Überschwemmungen im Dorf Wasen führen kann.» Dies sagt André Dällenbach, der zuständige Planer vom Bauingenieurbüro Stebler und Dällenbach aus Burgdorf. Er ergänzt, dass es eine besondere Herausforderung gewesen sei, auf 5,65 Kilometern des Churzeneibaches und den vielen Zuflüssen die Schwachstellen zu eruieren und dementsprechend punktuelle, prioritäre Massnahmen festzulegen.

Churzeneistrasse sichern

Das Instandstellungsprojekt sieht als Hauptmassnahme auf einer Gesamtlänge von über 400 Metern die örtliche Sicherung des strassenseitigen Ufers des Churzeneibaches mit Natursteinblöcken vor. Dazu sind je nach Höhe der Böschung zwei bis fünf Reihen Blöcke notwendig. Damit sich die Sohle nicht weiter absenkt und die Ufer unterspült, müssen bestehende Sperren gesichert werden. «Die Verbauung mit Steinblöcken ist sehr stabil und dauerhaft und bietet einen optimalen Schutz für die Gemeindestrasse im Churzeneigrabe», betont André Dällenbach. In den kleineren Seitengräben, wie zum Beispiel im Hintersattelgräbli, würde dagegen mit Holz verbaut.

Wichtig ist dem Planer der Einbau von soliden Schwemmholz-rechen. Deren Lage wurde so festgelegt, dass es bei grossen Anschwemmungen zu keinen Ausuferungen kommen kann und die -Rechen für Leerungen von angesammeltem Schwemmholz jederzeit zugänglich sind.

Kosten sind verkraftbar

Laut Hans Haslebacher, Präsident der Schwellenkorporation Sumiswald, investiert diese pro Jahr rund eine Million Franken in den Unterhalt und die Instandstellung der Gewässerverbauungen. «Für das vorliegende Projekt sind 700’000 Franken veranschlagt und wir rechnen mit Beiträgen von Bund und Kanton von 60 Prozent. Die Restkosten sind für uns verkraftbar», erläutert er. Gleichzeitig zur öffentlichen Auflage laufe auch das Mitberichtsverfahren der kantonalen Fachstellen. Haslebacher rechnet mit keinen Schwierigkeiten, auch wenn zwischen Chalch-ofen und Vorder Sattel eine Ufersicherung im Naturschutzgebiet Napf erneuert werden müsse. «Die sichere Zufahrt zu den Einzelhöfen geniesst eine hohe Priorität. Deshalb soll das Instandstellungsprojekt nach dem Erhalt der Wasserbaubewilligung innerhalb eines Jahres realisiert werden, wenn nicht plötzlich ein Hochwasserereignis uns zu anderen vorrangigen Massnahmen zwingt», schliesst der mit Naturgefahren vertraute -Schwellenkorporationspräsident seine Ausführungen.

07.02.2019 :: Walter Marti
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