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Kirchgemeinderat prüft, ob zwei Gebäude tragbar sind
Kirchgemeinderat prüft, ob zwei Gebäude tragbar sind Schangnau:

Der Kirchgemeinderat prüft, das Pfarrhaus zu veräussern und dafür das alte Schulhaus zu kaufen. Die Kirchgemeindemitglieder wünschen sich allerdings beide Gebäude.

Im Februar teilte der Gemeinderat dem Kirchgemeinderat mit, dass er beabsichtige, das alte Schulhaus zu verkaufen. «Die Gemeinde ist mit dem Neubau des Schulhauses Bumbach finanziell bereits stark belastet. Der Unterhalt des alten Schulhauses sei für die Gemeinde nicht auch noch zu stemmen, teilte uns der Gemeinderat mit», erklärt Kirchgemeinderatspräsident Ernst Aegerter. Aktuell befinden sich darin fünf Mietwohnungen. Mit seiner Lage direkt neben der Kirche könnte das Objekt für die Kirchgemeinde interessante Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. «Wir haben uns die Wohnungen angesehen, welche nach 40 Jahren einen grossen Renovationsbedarf aufweisen. Einer von der Gemeinde beigezogener Architekt schätze die Kosten je nach Variante auf 700’000 bis 900’000 Franken», so Aegerter.

Neuer Kirchgemeinderaum 

Für die Kirchgemeinde stellte sich die Frage, zu welchem Zweck sie das alte Schulhaus erstehen sollte. «Bald kam die Idee auf, im ersten Stock des Gebäudes einen Kirchgemeinderaum einzurichten. Dieser könnte zum Beispiel bei Beerdigungen dienen oder auch von Vereinen genutzt werden», sagt Ernst Aegerter. Würde dieser von Gesangsvereinen genutzt, müsste der Schallisolation ein besonderes Augenmerk geschenkt werden. 

Aber kann sich die Kirchgemeinde den Unterhalt von zwei älteren Gebäuden – dem Pfarrhaus und dem Schulhaus – leisten? «Wir waren der Ansicht, eher nicht. Wenn wir das Schulhaus kaufen möchten, dann ginge dies nur mit dem Verkauf des Pfarrhauses. Die Pfarrwohnung könnte im Schulhaus neu eingebaut werden.» 

2006 hat die Kirchgemeinde Schangnau das Pfarrhaus dem Kanton Bern günstig abgekauft. Bei einem allfälligen Verkauf müsste dem Kanton ein Betrag von 230’000 bis 270’000 Franken zurückerstattet werden, dies wurde damals vertraglich so festgehalten. 

Am liebsten beides

An der Kirchgemeindeversammlung am vergangenen Sonntag informierte der Kirchgemeinderat über dieses Vorhaben. «Das Interesse war gross, wir hatten eine höhere Besuchszahl als üblich», freut sich der Kirchgemeinderatspräsident. Die Diskussion sei angeregt und fair geführt worden. Die Meinung der Versammlungsteilnehmenden sei deutlich gewesen – die Mehrzahl finde, dass das Pfarrhaus ins Dorf gehöre und nicht veräussert werden solle. «Viele waren der Ansicht, dass das Schulhaus trotzdem gekauft werden soll, auch wenn dieses Vorhaben finanziell sehr anspruchsvoll ist.» 

Gemeinde will unterstützen

Einen Lichtblick sieht Ernst Aegerter darin, dass die Gemeinde Schangnau bereits signalisiert habe, beim Verkaufspreis der Kirchgemeinde entgegenzukommen. Der Verkehrswert liegt bei knapp 600’000 Fanken. «Der genaue Betrag wird ein Bestandteil der kommenden Gesprächen sein. Sobald wir neue Erkenntnisse haben, werden wir die Bevölkerung so rasch wie möglich darüber informieren», stellt Agerter in Aussicht.

07.11.2019 :: Veruschka Jonutis
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