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Loïc In-Albon – einer der Lichtblicke in finsteren Zeiten der Tigers
Loïc In-Albon – einer der Lichtblicke in finsteren Zeiten der Tigers SCL Tigers:

Auch wenn die SCL Tigers derzeit resultatmässig schlechte Zeiten durchleben, gibt es doch auch Positives zu vermelden. Zum Beispiel die Auftritte von Loïc In-Albon. 

Zu Recht wurde der 22-jährige Stürmer letzten Samstag zum «Besten Spieler» der Tigers ausgezeichnet. Loïc In-Albon, der Anfang Saison mit einer Hirnerschütterung während 15 Runden pausieren musste, fällt derzeit positiv auf. Auch im Spiel gegen Zürich zeigte der junge Stürmer mit seiner Linie, insbesondere mit Jules Sturny, bereits im ersten Drittel einige gute Aktionen und kam sogar zu hochkarätigen Chancen, die allerdings der wiedergenesene Lukas Flüeler im Zürcher Tor allesamt zunichte machte. «Es sind gemischte Gefühle. Natürlich habe ich Freude, wenn ich mit meiner Linie gut spiele, gleichzeitig aber ist es nicht gut, weil wir als Mannschaft die Partie und somit auch keine Punkte gewinnen konnten», erklärt der Team-Player In-Albon.

Überhaupt hat man den Eindruck, dass sich der Walliser zu 100 Prozent im Dienste der Mannschaft stellt und sich ganz und gar nicht selber profilieren will. So glaubt man dem 22-Jährigen aufs Wort, wenn er sagt: «Wir wollen als Team in die Playoffs. Wir haben jetzt noch fünf Spiele vor uns. Es ist immer noch möglich die Punkte zu holen, wenn wir alle zusammenstehen und einander vertrauen.»

 

Heinz Ehlers Methode

Derzeit fragt sich die Eishockey-Welt auch, wie denn der dänische Trainer Heinz Ehlers an der Tigers-Bande mit der desolaten Situation umgeht. Ehlers, der mit seinen Schützlingen schon für so manche positive Überraschung gesorgt hat. Stoisch hält der Däne gegenüber den Journalisten an seiner altbewährten Strategie fest: Loben, wenns schlecht läut – Fehler suchen, wenns gut läuft. Damit will der Headcoach um jeden Preis verhindern, dass von aussen zu viel Druck auf seine Mannschaft aufgebaut wird. 

Allerdings musste auch Ehlers nach den letzten Niederlagen der Tigers – es sind immerhin seit Anfang Jahr mehr als zehn – in der Garderobe zu anderen Worten greifen. Wie Loïc In-Albon erzählte, ging es in Ehlers Anweisungen weniger um technische Korrekturen, sondern viel mehr um das Aufbauen des Selbstvertrauens und vor allem um das Vertrauen in das Team. «Heinz Ehlers hat uns dazu aufgefordert auf dem Eis alles für den Spieler zu geben, der in der Garderobe neben uns sitzt» – also eine Art Kampfspruch der Musketiere: Einer für alle und alle für einen! Von aussen betrachtet sind die SCL Tigers in den letzten Partien – sechs Pleiten in sieben Spielen – nicht in der Manier von Musketieren aufgetreten. Auf die Frage warum dem so sei, hat auch Loïc In-Albon nicht viel mehr als ein Schulterzucken zur Antwort. «Klar ist, wenn wir die Tore nicht machen, wenn wir die Chance dafür kriegen, dann holen am Ende unsere Gegner die Punkte», sagt In-Albon und nimmt sich und seine Mannschaftskollegen in die Pflicht: «Die Coaches können uns noch so viele Videos zeigen und Analysen besprechen, auf dem Eis müssen wir einfach unsere Arbeit machen!» 



20.02.2020 :: Olivia Portmann
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